Mein Dream Theater - Huldigungsthread

Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Progressive Metal ...

Mein Dream Theater - Huldigungsthread

Beitragvon Michael@SacredMetal » 3. September 2006, 13:24

So, es wird Zeit, hier mal einer meiner absoluten Faves zu huldigen (an Fates Warning trau ich mich noch nicht heran).
Hier werden in lockeren Abständen alle Releases von DREAM THEATER (kurz-)reviewt, gnadenlos abgefrühstückt oder in den Himmel gelobt. Von kaum einer anderen Band habe ich soviele Silberlinge in der Sammlung stehen und kaum eine andere Band habe ich wohl so häufig gehört wie die New Yorker Prog-Kings.
Kurz vorab ein paar Thesen meinerseits - damit auch jeder merkt, wie es hier zur Sache gehen wird:

- James LaBrie ist der Schwachpunkt der aktuellen Dream Theater-Besetzung, wenngleich er auf "Score" das erste Mal seit 1993 (!!) wieder richtig, richtig gut singt.
- Wer behauptet, Dream Theater können keine Songs schreiben, hat gehörig ein Ei am kreisen.
- "When Dream & Day Unite" ist gemeinsam mit "A Social Grace" das beste DebĂĽt aller Zeiten.

Hier die Direktlinks:

Majesty - Demo 1986
When Dream & Day Unite
Images & Words
Awake
Falling Into Infinity
Scenes From A Memory
Six Degress Of Inner Turbulence
Train Of Thoughts
Octavarium
Score (Live)
Systematic Chaos
Black Clouds & Silver Linings
A Dramatic Turn Of Events



Los geht's:

<span style='font-size:30pt;line-height:100%'>Majesty - Demo 1986</span>

Bild


Wow, mit welch einem Paukenschlag die Karriere begann! Alle sechs Songs, geschrieben und aufgenommen 1985/1986 auf einem 4-Spur-Analogrekorder, deuteten schon die Klasse des Fünfers an. "Another Won" begeistert gleich mit völlig geilen Gesangslinien von Chris Collins, der mich mit seiner hohen Stimme auch heute noch schwer begeistert, wannimmer ich das Demo auflege. Auch das für Bandverhältnisse erstaunlich kurze und eingängige "Your Majesty" mit der tollen Line
"It can be won.
We will be one.
Now can you see
The gift we bring...
Your Majesty!" find ich 20 Jahre später noch genauso klasse wie damals.
Alles überstrahlender Höhepunkt ist jedoch die 11-minütige Powerballade "A Vision", die ich liebend gerne auf dem Plattenfirmendebüt gehört hätte.
Andacht!

"Heaven
A place within your eyes
Forever I wear
this second hand disguise
In time to find your world
this lifetime disappears
yes we understand
In space but not in time
my guardian is here
I can't understand
Imagine wanting nothing more
The angel you've been sending for
Now just don't turn away...
Dreamer
Reaching in and finding out
A Vision
I must capture it somehow
The first light
that cast a spell to later cry
Will always remain
This force of life
It's power in a look of fire
Was calling your name
Don't you feel it?
Yes, Believe it
It's time to set emotions straight
this space is wasting a dream
And it can't wait
[Chorus:]
<span style='font-size:25pt;line-height:100%'>Here I am
Cross this bridge and come my way
The answer to a prayer
A light for us to share
In all our Glory
Someday
We will hold our lives as one
And I will carry you
Until our Kingdom Come
Can't you hear me?</span>
Disbelief
is why the spirit falls below
One to One
is all the faith one needs to grow
This tension I feel
Is it really fair?
One of you will have to leave here
these words will break the line
that ties our worlds together
And I will never go
Remember having dreams to share?
We've been taught to hide our fear
But now you can't turn away...


Bei dem Chorus gehe ich noch immer ein - welch erhabene Epik, welche zerbrechlich Brillanz hier ertönt ist zumindest in meiner Sammlung nicht häufig zu hören. Und schon bei den Zeilen davor ("Don't you feel it?") hibbele ich vor lauter Vorfreude auf dem Stuhl (resp. zucke ich auf dem Boden). Irgendwie ist es für mich nicht zu glauben, wieso dieser Song nie zu offiziellen VÖ-Ehren gekommen ist. Man stelle sich den mal mit Charlie Dominici vor... *krepier* Ach ja, nicht zu vergessen ist das phänomenale Solo von Petrucci, das den Song noch einmal nen Tacken besser macht.

Noten vergebe ich grundsätzlich nicht, das es sich bei dem vorliegenden Demo aber um eines der besten Demos handelt, die jemals meinen Ohren schmeichelten, sollte man spätstens hier herausgelesen haben... ;)
For all the words unspoken, for all the deeds undone,
for all our shattered dreams, for all the songs unsung,
for all the lines unwritten and all our broken hearts,
for all our wounds still bleeding and all our kingdoms come.
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Beitragvon Michael@SacredMetal » 3. September 2006, 13:24

When Dream & Day Unite

Bild

51 Minuten und 30 Sekunden pure Magie. "When Dream & Day Unite" hatte damals den gleichen Effekt, den das Album noch heute bei mir hat.
Vom ersten Takt des mit orientalischen Klängen aufgepeppten Openers "A Fortune In Lies" bis hin zum perfekten Rausschmeisser "Only A Matter Of Time" hab ich eine Gänsehaut nach der anderen - eben 51 Minuten und 30 Sekunden lang. Wer mich und meine Postings kennt, weiß schon längst, wie sehr ich dieses Album liebe, aber da dies ja hier ein DT-Huldigungsthread ist, wiederhole ich es einfach zum x-ten Male:
- WDADU ist das perfekte DebĂĽt.
- Die Produktion von Terry Date passt grandios zu den acht ĂĽberirdischen Kompositionen.
- Auf dem Album herrscht eine solche Fülle von unsterblichen Gesangsmelodien, Hooklines, Bridges und Stropenmelodien, das mir kein anderes Album einfällt, welches auch nur annähernd eine solche Anzahl aufweisen kann.
- Charlie Dominicis Stimme ist ja bei den DT-Fans neueren Datums alles andere als unumstritten, für mich als John Arch-Vergötterer ist er aber der WAHRE DT-Sänger. LaBrie mag mehr Ausstrahlung haben und technisch perfekter sein - Dominici ist auf diesem Album aber ebenso wenig wegzudenken wie Arch auf den ersten drei FW-Epen.
- "The Ytse Jam" (rückwärts gelesen natürlich MAJ ESTY) ist eines der besten Instrumentals aller Zeiten.
- Die instrumentale Klasse von Petrucci, Myung, Portnoy und Moore ist auch heute noch das MaĂź aller Dinge im Progsektor. Jeder der acht Song begeistert nicht nur durch die Melodienvielfalt, sondern auch noch durch eine Detailverliebtheit, die es mir auch 2006 noch leicht macht, bei diesem Album komplett auszurasten.

So, und wer mir nicht glaubt, der ziehe bitte diesen Rundling aus dem Regal, lege die Scheibe ein, drücke auf die "4" und lausche diesen Klängen:

"An Angel's kiss now fallen
Descending scarlet cuts the sky
Faded names left on the wall
Honor the fighting leave life to die
Remembered is the sacrifice but
No praisal of blood still flowing
Who were the leaders?
what controlled the Killing Hand
that caused this mourning?
Crossing over..."

Besser, intensiver, trauriger, erhabener kann Musik defintiv nicht mehr sein. Hab schon geheult bei diesem Song.

Übrigens: Ich habe mir damals, 1989, extra eine 100-Minuten-Kassette gekauft (owbohl die ja verpöhnt waren), damit dieses Album exakt zweimal drauf passt und ich auf dem Weg zur Schule und zurück dieses Wunderwerk der Musikgeschichte wieder und wieder hören kann.
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Beitragvon Goatstorm » 3. September 2006, 13:44

Ich bin ja eigentlich weniger der Prog-Fan, aber DREAM THEATER kann ich mir immer mal anhören (wobei ich nur bis zur Scenes... mitreden kann).

Ich glaube, das größte Plus bei Dream Theater ist, dass - egal wie abgefahren die Instrumentalpassagen auch sind - immer noch ein echter SONG mit tollen Hooklines und meist unkitschigen Melodien dabei rauskommt.
Über die Klasse der Musiker braucht man ja gar nix mehr sagen. Petrucci ist damals in den ersten Reviews ja oft als "neuer Malmsteen" gehandelt worden - eigentlich eine maßlose Untertreibung, wenn man seine stilistische Vielfalt betrachtet. Von neoklassischen Shreds über Jazzläufe bis hin zu äußerst gefühlvollen Teilen beherrscht er alles und weiß auch, wie man es songdienlich verpackt.

Wenngleich mir Dominici als Sänger besser gefällt (LaBrie ist mir eine Spur zu bieder), muss ich doch sagen, dass mir die "Images and Words" lieber ist als die "When dream and day unite". Wahrscheinlich wegen der unmenschlich genialen "Metropolis", "Take the time", "Learning to live", undundund...
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Beitragvon Ulle » 3. September 2006, 15:00

Ich agree´e zu fast 100% mit Meister Kohsiek, mit dem Unterschied, dass WDADU für mich nicht nur zu den besten beiden Debüts aller Zeiten zählt, sondern schlicht und einfach die beste Platte aller Zeiten ist :)
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Beitragvon Hugin » 3. September 2006, 17:09

Hab eigentlich nur das Majesty-Demo, und das auch nur, weil es seinerzeit die B-Seite des Jag Panzer Bootlegs zierte. Ansonsten ist die Band bisher so dermaĂźen an mir vorbeigegangen, dass es mir fast schon peinlich ist. Fast... Ich kenn immerhin "Pull Me Under", aber ich glaub das war's dann auch.
:huh:
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Beitragvon Storming the Gates » 3. September 2006, 17:52

"When Dream and Day Unite" ist ein unereichtes Meisterwerk der progressiven Stahls, nie wieder war Dream Theater so gut.

StG.
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Beitragvon Ulle » 3. September 2006, 19:25

Hab eigentlich nur das Majesty-Demo, und das auch nur, weil es seinerzeit die B-Seite des Jag Panzer Bootlegs zierte. Ansonsten ist die Band bisher so dermaĂźen an mir vorbeigegangen, dass es mir fast schon peinlich ist. Fast... Ich kenn immerhin "Pull Me Under", aber ich glaub das war's dann auch.

Krass, das ist fĂĽr mich schlichtweg nicht zu fassen. Ohne WDADU wĂĽrde in meinem Leben was fehlen...
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Beitragvon Michael@SacredMetal » 3. September 2006, 20:12

Images And Words

Bild

Ich kann mich an den Tag der VÖ von "Images And Words" noch so deutlich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ich hatte einen Ferienjob in der Firma meines Onkels in Krefeld und abends musste ich noch unbedingt zu "Elpi" (so hieß der Laden) und zwei CDs verhaften, die am gleichen Tag erschienen sind: "Somewhere Far Beyond" von Blind Guardian und "Images And Worlds" von Dream Theater.
Beide Alben sind noch heute Klassiker eines ganzen Genres, doch hatte der kleine SMM damals ein ganz großes Problem: Welche CD sollte er zuerst hören? Die "Anlage", auf dem dann der erste Hörgenuss von DTs Zweitling (der das Rennen machte) stattfind, war ein tragbarer Billig-CD-Player aus dem Supermarkt (gehörte meinem Cousin). Egal, die Klasse sollte das nicht schmälern.

Dann jedoch "Pull Me Under" - ich kann mich wirklich noch an mein allererstes Mal erinnern. Das war die Band, die wenige Jahre zuvor WDADU herausgebracht haben, ein Album, das mich seit drei Jahren wöchentlich begleitete? Die sind ja viel glatter geworden, der neue Sänger klingt auch ganz anders als Dominici und überhaupt: DAS sind meine Dream Theater?
Doch schon nach wenigen Minuten war ich wieder gefangen von der Band und der Atmosphäre sowie der soundtechnischen Brillanz von IAW.
"Another Day" ist schon fast radiotauglich und wunderschön, "Take The Time" ein Progmonster vor dem Herrn (WAS für ein REFRAIN!) und "Surrounded" ist dann wieder etwas mehr zum Verschnaufen. Dann ging es los: "Metropolis - Part I" hieß der Song, der mein musikalisches Weltbild aus den Angeln hieven sollte. Eingängigkeit trifft auf ultrakomplexe Songstrukturen (damals wusste ich noch nichts von WatchTower, Power Of Omens und Co...) - den noch heute Kiefersperren verursachenden Instrumentalteil von "Metropolis" kenne ich bis auf den kleinsten Beckenschlag noch immer komplett auswendig. Seit diesem Zeitpunkt kann mich dasgrößte Gefrickel begeistern, wenn es eingebettet ist in Melodien, die auch ansatzweise etwas Eingängiges haben.
"Under The Glass Moon" ist ebenfalls nicht von dieser Welt, bevor das ruhige, Introcharakter versprühende "Wait For Sleep" und die finale Achterbahnfahrt "Learning To Live" ein Album beschließen, das getrost als Türöffner des Progressive Metals zu bezeichnen ist.
Erstaunlicherweise verkaufte sich dieses Meisterwerk wie geschnitten Brot und DT waren fortan Superstars und Ikonen einer ganzen Generation von Nachfolgern. Es gibt auf jeden Fall nicht viele Prog-Bands, die nicht von den New Yorkern beeinflusst wurden (okay, fairerweise muss man zugeben, dass Dream Theater selber von Fates Warning und natürlich von den üblichen Verdächtigen, Rush, Yes und Genesis gelernt haben).

WDADU ist, ich schrieb es bereits, perfekt. IAW ist es, auf gänzlich andere Weise, aber auch.

P.S.: Es sollte eine Weile dauern, bis "Somewhere Far Beyond" seine Hörchance bekommen sollte....
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Beitragvon morpheus_ahrm » 3. September 2006, 20:18

Majesty - 9 Punkte
WDADU - 10 Punkte - Götterwerk
Images + Words - 9 Punkte

mit dem Rest bin ich nie warm geworden, obwohls natĂĽrlich musikalisch beeindruckend ist und auf fast jeder Scheibe auch klasse Momente drauf waren

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Beitragvon Hugin » 3. September 2006, 21:01

Ulle hat geschrieben:
Hab eigentlich nur das Majesty-Demo, und das auch nur, weil es seinerzeit die B-Seite des Jag Panzer Bootlegs zierte. Ansonsten ist die Band bisher so dermaĂźen an mir vorbeigegangen, dass es mir fast schon peinlich ist. Fast... Ich kenn immerhin "Pull Me Under", aber ich glaub das war's dann auch.

Krass, das ist fĂĽr mich schlichtweg nicht zu fassen. Ohne WDADU wĂĽrde in meinem Leben was fehlen...

Bin mir sicher, dass das eine Hammerscheibe ist, und es kann sehr gut sein, dass ich das ganz genau so sehen werde wie du, wenn ich die Scheibe mal gehört habe. Bin ja nicht irgendwie stolz auf das Versäumnis. Aber es hat sich irgendwie halt noch nie ergeben, der direkte Kontakt mit der Musik von Dream Theater. Werd das sicher mal nachholen, wenn sich's ergibt.
:)

Andererseits, wie viele Leute haben noch nie eine Scheibe von Hawkwind, Rush oder Steppenwolf gehört? Also wirklich schämen muss ich mich dann doch nicht, oder?
;)
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Beitragvon Holy Mighty Stormwitch » 3. September 2006, 21:52

Ich bin gehöre auch zu den Dream Theater-Begeisterten, obwohl es bei mir ganz schön lange gedauert hat, bis ich ihre Musik endlich begriffen hatte, hehe... ;) . Als damals 1992 Pull Me Under als Single erschien und auf MTV ständig das Video zu sehen war, ging mir der Song tatsächlich gewaltig auf den Wecker. Bis dahin hatte ich nämlich noch keinen einzigen Prog Metal-Song gehört und fand das von daher ganz schön komplex, sogar richtig anstrengend und hatte absolut keine Lust mich mit Bands dieser Art zu befassen. Erst der 90-er, als ich Pull Me Under und Metropolis einige Male in einer Kneipe gehört hatte, hat es mich richtig gepackt. Hier meine Meinung zu den einzelnen Alben:

MAJESTY - Demo: Kenn´ ich leider nicht...

WHEN DREAM AND DAY UNITE: Mensch, ich hab´ grad´ voll Bock die nachher mal wieder aufzulegen... absolutes Meisterwerk und eins der geilsten Debüts aller Zeiten! Meine Güte, ich war ja so gerührt als ich damals 2002 beim Böblinger Konzert The Killing Hand livehaftig erleben durfte. Weitere Faves sind Status Seeker, Only A Matter Of Time und A Fortune in Lies, aber ich mag natürlich auch jeden anderen Song auf diesem wirklich fantastischen Album.

10/10


IMAGES AND WORDS: Im Gegensatz zu vielen anderen Fans mag ich auch die Stimme von James LaBrie... wahrscheinlich, weil ich u. a. das Glück hatte, ihn mal live zu hören als er einen verdammt guten Tag erwischt hatte. Das Album ist ´nen Tick abwechslungsreicher als der Vorgänger, besitzt Wait For Sleep und Another Day zwei sehr ruhige Stücke, die sich nahtlos in das Album reinfügen und für eine schöne Atmosphäre sorgen.

10/10


AWAKE

Mein persönlicher Fave der Band, liegt vielleicht daran dass ich den Gesang auf dem Album ausgesprochen bärenstark finde... vor allem bei 6:00, Voices, The Mirror und ganz besonders Lie. Das 3-er Package mit Erotomania, Voices und The Silent Man gehört mit zum Besten, was die Band je geboten hat. Lifting Shadows und Space-Dye Vest gleichen das Album mit ihrer Sanftheit schön aus und gehören ebenfalls zu meinen liebsten Stücken.

10/10


A CHANGE OF SEASONS EP

Hm, natürlich gefällt mir diese EP, die von der Spielzeit her länger ist als so manch komplettes Album... hier finde ich aber dass DT zum ersten Mal ihr hohes Niveau nicht ganz halten können. Aber von einem Einbruch zu sprechen, davon ist man natürlich noch meilenweit entfernt.

8,5/10


FALLING INTO INFINITY

Ganz ehrlich, ich fand das Album nach den ersten Durchläufen richtig scheiße und wollte es so schnell wie möglich loswerden. Kam überhaupt nicht damit zurecht und konnte nicht verstehen, was sich die Band dabei gedacht hatte, so ´nen Müll aufzunehmen. Einige Monate später hatte sich meine Meinung gleich um 360 Grad gedreht... und inzwischen liebe ich die CD heiß und innig! Burning My Soul ist ein absoluter Knaller, das Gesangsduell bei Lines in the Sand einfach legendär und die Balladen traumhaft schön. Den halben Punktabzug gibt es für You Not Me, welches meiner Meinung nach immer noch ein recht seltsamer Song ist...

9,5/10


SCENES FROM A MEMORY

Mit Sicherheit eins der besten Konzeptalben aller Zeiten, und dazu noch die supertolle DVD vom New Yorker Konzert, klasse! Ob nun Strange Deja Vu, Beyond This Life, Home, The Spirit Carries On oder sonstwas, hier ist mal wieder jeder Song ein Knaller, und auch die Story ist sehr stimmig und interessant. Die Leute, die von Falling Into Infinity enttäuscht waren, wurden hiermit versöhnt aber auch die Fans des Vorgängers wurden mehr als nur zufrieden gestellt.

10/10


SIX DEGREES OF INNER TURBULENCE

Jetzt wird es schwierig... Sicherlich ist auch Six Degrees kein schlechtes Album, für mich allerdings klar der "schwächste" Output der Band überhaupt, wenn man schon sowas sagen kann. Teil 1 der Scheibe besteht aus 5 einzelnden, recht unterschiedlichen Stücken. The Glass Prison ist eigentlich ein starker Beginn, aber die verzerrten Vocals nerven mich unheimlich... wieso muss man so einen Song nur mit sowas kaputt machen? Auch Blind Faith hat sicherlich seine Reize, und Misunderstood ist eine absolute Traumballade. The Great Debate handelt zwar von einem interessanten Thema, ist mir aber ´ne spur zu komplex und teilweise echt langweilig... vor allem auf ´nem Konzert kommt der Song nicht so gut, was man damals an den Reaktionen sehen konnte. Und Disappear ist schlicht und einfach strange... den Song werd´ ich wohl nie raffen!
Seite 2 gefällt mir insgesamt gesehen auch sehr gut... ist halt ein Song, der in mehrere Parts geteilt ist, manche total genial, andere weniger... von daher:

8/10


TRAIN OF THOUGHT

Gefällt mir wieder ´ne Spur besser als Six Degrees, vor allem der Opener As I am hat es mir mächtig angetan. Sicher einer meiner DT-Alltime-Faves! Im Instrumental Stream Of Consciousness zeigen die Instrumentalisten mal wieder, dass mit ihnen immer zu rechnen ist... wobei mir der erste Teil des Albums aber ´nen Tick besser gefällt, denn Song 4 hat was an sich, was mir schon beim Vorgänger nicht wirklich gefallen hat: "moderne" Anleihen mit verzerrten Vocals... brauch´ ich persönlich nicht. Aber weil die anderen Songs ´ne ganze Spur cooler kommen als auf Six Degrees, gibts dieses Mal eine fette

9/10


Octavarium hab´ ich mir ehrlich gesagt noch nicht mal angehört... ja, is peinlich aber bei sooo vielen geilen Alben kommt man einfach manchmal nicht dazu, alles zu hören was man gerne hätte. Aber ich hoffe mal, dass ich wieder bei der nächsten Tour dabei sein kann, weil ich die letzten beiden Male leider verhindert war.
Na vrh brda vrba mrda
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Beitragvon Aragorn » 4. September 2006, 09:05

Geiler Thread!!!

Dream Theater sind eine der besten Bands ĂĽberhaupt (ja - immer noch!!!)!!!

Man braucht sich nur die Score DVD anzusehen - ein monumentales Werk!!!

Zu Deiner These bzgl. James LaBrie kann ich eigentlich nur zustimmen!
Die letzten Jahre ist der gesanglich wieder ganz groĂź (siehe die Sore DVD, seine Solo-Alben oder das Highwaystar-Cover aus Japan!)!
Er war aber auch Mitte der 90'er durch eine Lebensmittelvergiftung sehr lange angeschlagen - seine Stimmbänder waren extrem angegriffen!!!!

Werde demnächst mehr zu diesem Thread beitragen wenn ich mehr Zeit habe!!!
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Beitragvon Michael@SacredMetal » 4. September 2006, 15:33

Awake

Bild

Auf der zweiten Dream Theater-Tour anno 1994, die mich damals nach 1993 abermals sprachlos zurĂĽcklieĂź, spielte die FĂĽnferbande schon einen neuen Song namens "The Mirror" an (oder spielten sie es gar komplett?), der erstaunlich heavy daherkam und den ich mir damals unbedingt auf Platte wĂĽnschte.
Dann, knappe zwe Jahre nach dem zweiten Meilenstein der Bandgeschichte erschien "The Mirror" gemeinsam mit zehn anderen Songs auf dem dritten Album namens "Awake", das, ich nehme es vorweg, (natürlich) die Klasse der beiden Vorgänger nicht ganz halten konnte. Klingt negativer, als es ist, denn das Songmaterial ist noch immer stärker als 98 % sämtlicher anderer Releases aus dem harten Sektor. Der ungewöhnliche Opener "6:00" ist mitnichten das Highlight des Rundlings, da sind das nachfolgende, mit einem "da geht die Sonne auf"-Refrain ausgestattete "Caught In A Web", die Trilogie "Erotomania/Voices/The Silent Man", besagtes Heavy-Doppel "The Mirror / Lie" oder die beiden wunderbaren "Lifting Shadows Off A Dream" und "Space-dye Vest" (K. Moores Abschiedsgeschenk an die Band) schon bedeutend stärker. Der 11-Minüter "Scarred" zeigt abermals die instrumentale Oberklasse der New Yorker, wenngleich "Metropolis" (ebenfalls natürlich) unerreichbar bleiben sollte.
"Awake" zählte 1994 zu den fünf besten Scheiben des Metaljahres und auch im Gesamtoevre der Band hat der Drittling einen Platz im oberen Drittel inne.

Drei Alben - drei Hämmer. Wohin sollte das noch führen?
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Beitragvon The Butcher » 4. September 2006, 16:21

Schön, dass auch für "Awake" mal gebührende Worte gefunden werden. Ich finde das Album auch unglaublich gut, auch wenn es - wie SMM ja schreibt - nicht ganz an die ersten beiden Glanztaten heranreicht. Ich habe "Awake" auf jeden Fall schon unheimlich oft gehört. Und langweilig wird die Scheibe definitiv nie. Vor allem "Erotomania" hat es mir extremst angetan.

Mal allgemein zum Traumtheater: Ich bin mit "Images And Words" eingestiegen und habe das Debut erst danach gehört. Zuerst fand ich (man verzeihe mir) die "Quietsche-Entchen-Stimme" von Charles Dominici schrecklich. Damals waren meine Sangeshelden Hetfield, Cavalera, Petrov oder Tardy. Hohe Stimmen waren Anfang der Neunziger (zumindest in dem Umfeld, in dem ich mich bewegt habe) scheiß uncool. Nach einer Eingewöhnungsphase hatte ich mich aber an Herrn Dominici gewöhnt. Und mittlerweile finde ich diese Art von Stimmen sogar extrem geil... So ändern sich die Geschmäcker!
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Carnivorous feast commence
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Beitragvon Truemetalwarrior » 8. September 2006, 00:43

Also ich respektiere Dream Theater sicher, weil sich dort geniale Einzelmusiker eingefunden haben. Jedoch muĂź ich sagen, dass ich mit DT gar nix anfangenm kann weder Live noch auf Platte... Sorry...
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