Opeth - Heritage

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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Ulle » 27. Juli 2011, 00:20

KuttenBjuf hat geschrieben:
Ulle hat geschrieben:FĂŒr mich war "Damnation" wahrscheinlich das schwĂ€chste Album von Opeth.

Unfassbar, Damnation zÀhle ich zu meinen zehn liebsten Alben. So unterschiedlich kann man das also sehen.


Ja, ich finde das Album tatsĂ€chlich ziemlich langweilig. Ich weiß aber, dass viele gerade auf dieses PlĂ€ttchen stehen.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Ulle » 27. Juli 2011, 00:24

Acrylator hat geschrieben:
Ulle hat geschrieben:FĂŒr mich war "Damnation" wahrscheinlich das schwĂ€chste Album von Opeth. Das war halt die ruhigere Version der Band, aber nicht wirklich neue Nuancen.


Hm, "neue Nuancen" gab's doch auf dem Album schon. Finde jedenfalls, dass sich die meisten StĂŒcke darauf durchaus von den ruhigen Songs der vorherigen Alben unterschieden haben, und das nicht nur wegen der Keyboards.


Ich meine damit halt diese Opeth-typischen Harmonien, denen sich mein Freund Mischael immer so gerne bedient hat. Auf dem neuen Song existieren die so gar nicht - finde ich frisch. Wo waren nochmals diese fĂŒnf neuen Video-Interviews die ich vor einigen Tagen gesehen habe? Jedenfalls absolut lustig, was er da ablĂ€sst. Ich liebe den Kerl und (nicht nur) seine klare musikalische Sichtweise. :smile2:
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon holg » 27. Juli 2011, 07:35

Ulle hat geschrieben:Das damalige Motto war lustig: :cry: Hilfe, meine Lieblingsprogressivband wird progressiv :cry:

:lol:

Das ist halt das Problem mit Hörern von "progressiver" Musik. Es darf nicht anders progressiv klingen als sie es erwarten. Ich denke immer wieder zu gerne an Primus im Vororprogramm von Rush auf der "Rolle Deine Knochen"-Tour. Das fanden die ollen Proghörer so gar nicht gut. Das war halt der "falsche" Prog.

Aber zurĂŒck zum Axenfeld. Ich liebe die "Damnation" aufgrund ihrer AtmosphĂ€re. Das geht mir echt unter die Haut. Er hat genau die Stimmfarbe, um solche Musik emotional auszufĂŒllen. Da ist mein Analysezentrum in Bezug auf "neue Nuancen" ziemlich herunter gefahren. Da lehen ich mich einfach zurĂŒck und genieße. Das mache ich eh viel zu selten.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Siebi » 27. Juli 2011, 21:47

KuttenBjuf hat geschrieben:
Ulle hat geschrieben:FĂŒr mich war "Damnation" wahrscheinlich das schwĂ€chste Album von Opeth.

Unfassbar, Damnation zÀhle ich zu meinen zehn liebsten Alben. So unterschiedlich kann man das also sehen.

Das einzige Album, was ich mir am StĂŒck anhören kann ohne Ausschlag zu bekommen. Nein, Opeth und ich, das wird nix mehr. Macht aber nix, es gibt ja alte Yes, Permanent Waves-Rush, Tiles, Complex 7, Sun Caged, Subsignal, Day Six, Ice Age, Riverside, Sylvan, Spock's Beard und und und.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Prof » 7. August 2011, 13:00

Oh Mann, ich hab' den Verlauf dieses Threads verschlafen und hör' 'The Devil's Orchard' jetzt erst. Klingt streckenweise nach hartem Scandi-Prog circa 1972 mit Bombensound (diese Drums-/Percussion-Parts!). Growl-freie Opeth, welch erhabene Musik, genau das was ich mir nach Herrn Akerfeldts Beschreibung vorgestellt hatte. Auf Vinyl haben muss, will und werde! Und eine Karte fĂŒr die Tour mit Pain of Salvation, spĂ€ter dieses Jahr, ist bereits gesichert.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon holg » 10. August 2011, 22:21

Ich hab' das Album jetzt drei Mal angehört und bin sehr angetan. Die AtmosphĂ€re, die dieser angenehm wohlige Sound verbreitet ist beinahe unheimlich. Unheimlich schön. Alles klingt erdig und homogen, die herrliche Stereoeffekte, das aus der HĂŒfte luftig swingende Schlagzeugspiel, der klare, Schauer erzeugende Gesang von Meister Mikael und die immer wieder deutlich erkennbaren Opeth-Melodien, machen "Heritage" zu einem echten Gourmethappen. Aber nur, wenn man es sehr altmodisch und auch sehr lose komponiert mag. Denn den Vorwurf, hier eine Jam-Session zu hören, kann ich ein StĂŒck weit nachvollziehen. Immer wieder musizieren die Jungs frei schwebend um den roten Faden herum, finden ihn dann aber auch immer wieder. Das mag konzeptlos wirken, ist vielleicht sogar das Konzept, aber so locker, wie das hier klingt, ist es wohl eher zufĂ€llig konzipiert. Klingt verworren? sorry, aber "Heritage" beraubt mich gerade meiner Sinne.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Pavlos » 11. August 2011, 13:04

holg hat geschrieben:Ich hab' das Album jetzt drei Mal angehört und bin sehr angetan. Die AtmosphĂ€re, die dieser angenehm wohlige Sound verbreitet ist beinahe unheimlich. Unheimlich schön. Alles klingt erdig und homogen, die herrliche Stereoeffekte, das aus der HĂŒfte luftig swingende Schlagzeugspiel, der klare, Schauer erzeugende Gesang von Meister Mikael und die immer wieder deutlich erkennbaren Opeth-Melodien, machen "Heritage" zu einem echten Gourmethappen. Aber nur, wenn man es sehr altmodisch und auch sehr lose komponiert mag. Denn den Vorwurf, hier eine Jam-Session zu hören, kann ich ein StĂŒck weit nachvollziehen. Immer wieder musizieren die Jungs frei schwebend um den roten Faden herum, finden ihn dann aber auch immer wieder. Das mag konzeptlos wirken, ist vielleicht sogar das Konzept, aber so locker, wie das hier klingt, ist es wohl eher zufĂ€llig konzipiert. Klingt verworren? sorry, aber "Heritage" beraubt mich gerade meiner Sinne.


Sehr schön geschrieben. :yeah:
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Raf Blutaxt » 11. August 2011, 15:58

Gerade auf Blabbermouth gelesen und könnte hier den einen oder anderen interessieren:

Dem kommenden Rockhard Heft liegt eine CD des kompletten Opeth Auftritts vom RHF 2009 bei. ZusÀtzlich soll auch The Devil's Orchard auf der CD sein.
Könnte also einen Kauf fĂŒr den einen oder anderen hier wert sein. :smile2:
It's always the way, isn't it? A Civilization flowers, then a horde of grunting savages with close-set eyes show up and step on it.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon holg » 11. August 2011, 22:57

Pavlos hat geschrieben:
holg hat geschrieben:Ich hab' das Album jetzt drei Mal angehört und bin sehr angetan. Die AtmosphĂ€re, die dieser angenehm wohlige Sound verbreitet ist beinahe unheimlich. Unheimlich schön. Alles klingt erdig und homogen, die herrliche Stereoeffekte, das aus der HĂŒfte luftig swingende Schlagzeugspiel, der klare, Schauer erzeugende Gesang von Meister Mikael und die immer wieder deutlich erkennbaren Opeth-Melodien, machen "Heritage" zu einem echten Gourmethappen. Aber nur, wenn man es sehr altmodisch und auch sehr lose komponiert mag. Denn den Vorwurf, hier eine Jam-Session zu hören, kann ich ein StĂŒck weit nachvollziehen. Immer wieder musizieren die Jungs frei schwebend um den roten Faden herum, finden ihn dann aber auch immer wieder. Das mag konzeptlos wirken, ist vielleicht sogar das Konzept, aber so locker, wie das hier klingt, ist es wohl eher zufĂ€llig konzipiert. Klingt verworren? sorry, aber "Heritage" beraubt mich gerade meiner Sinne.


Sehr schön geschrieben. :yeah:


Danke. Die Scheibe lief heute nochmal. Wird immer wohliger.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Ulle » 11. August 2011, 23:41

Das wird ein Fest :smile2:
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Prof » 17. August 2011, 17:03

Der erste vollstĂ€ndige 'Heritage'-Durchlauf liegt jetzt hinter mir und ich kann Holgs Fazit nur unterschreiben. Das ist ein Gott-Album im Progbereich und somit ein zukĂŒnftiger Klassiker. Wie unglaublich atmosphĂ€risch, detailfreudig und flĂŒssig die Kompositionen sind, jeder Song kommt fast wie ein Zauberspruch daher.
Die angesprochene Jamsession-Komponente höre ich zwar ĂŒberhaupt nicht raus, aber da bin ich wohl - fĂŒr Metaller-VerhĂ€ltnisse - auch etwas mehr Psychedelic-Wahnsinn gewohnt. Auf mich wirkt zumindest jeder Track als sehr schlĂŒssig komponiert, zudem besitzen mehrere Lieder etwas völlig vertrĂ€umtes.
Den Opeth-Fanboy-Kritikern die Grunts/Growls/Dingsbums vermissen sei gesagt dass nichts hier mehr fehl am Platz gewesen wĂ€re als Death Metal-Parts. DafĂŒr gibt's Assoziationen mit Rainbow ('Slither'), Loreena McKennitt (der Anfang von 'Famine' erinnert schwer an 'Marrakech night market'), sogar mit Psychotic Waltz (Gesang und AtmosphĂ€re in 'Folklore').
'Heritage' ist, ganz einfach, grosse Musikkunst.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Kubi » 17. August 2011, 17:06

hmmm.... vielleicht liegt es daran, dass ich Psychedelic-Wahnsinn in der Regel nicht besonders mag. Ich bin zumindet immer noch unschlĂŒssig, finde großartige Passagen und völlig zusammenhangsloses Zeug nebeneinander. Die RAINBOW-Verneigung ist auf jeden Fall toll. Grunts fehlen mir auch nicht, aber Fluss, der fehlt mir schon.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon Prof » 17. August 2011, 17:28

Kubi hat geschrieben:hmmm.... vielleicht liegt es daran, dass ich Psychedelic-Wahnsinn in der Regel nicht besonders mag. Ich bin zumindet immer noch unschlĂŒssig, finde großartige Passagen und völlig zusammenhangsloses Zeug nebeneinander. Die RAINBOW-Verneigung ist auf jeden Fall toll. Grunts fehlen mir auch nicht, aber Fluss, der fehlt mir schon.


Aber wenigstens hast du diesmal den Gesang verstanden. :harrr:
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon holg » 17. August 2011, 21:52

Prof hat geschrieben:
Kubi hat geschrieben:hmmm.... vielleicht liegt es daran, dass ich Psychedelic-Wahnsinn in der Regel nicht besonders mag. Ich bin zumindet immer noch unschlĂŒssig, finde großartige Passagen und völlig zusammenhangsloses Zeug nebeneinander. Die RAINBOW-Verneigung ist auf jeden Fall toll. Grunts fehlen mir auch nicht, aber Fluss, der fehlt mir schon.


Aber wenigstens hast du diesmal den Gesang verstanden. :harrr:


Hahaha.
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Re: Opeth - Heritage

Beitragvon KuttenBjuf » 17. August 2011, 22:04

Irgendwie lesen sich die Reviews hier ziemlich toll. Dann heißt es am Ende des Jahres wohl: OPETH oder A/M ganz oben auf dem Treppchen. Und jetzt wird es langsam Zeit, mein Exemplar vorzubestellen. :)
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