THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des deutsc

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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 00:01

Übrigens bin ich mit dem Artikel jetzt doch schon komplett fertig. Ich will ja bestimmte Sachen nicht zerreden oder künstlich aufblähen. Geht nachher noch online. Kein Extralink, ich hab den Blogeintrag aktualisiert.
Zuletzt geändert von Rauberer am 10. November 2014, 00:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Goatstorm » 10. November 2014, 00:07

Rauberer hat geschrieben:Ich weiß halt auch noch von meiner Mutter, die von 1966 bis 1974 in einem Plattenladen gearbeitet hat, dass Europa zu dieser Zeit eigene Verkaufsständer hatte, die quasi die Laufkundschaft ansprechen sollte. 5 DM (später waren es 10 DM, als die MC sich verbreitete) war halt damals schon ein extrem günstiges Angebot für eine LP. Und man kann sagen, was man will-Trotz des Makels "Billiglabel" waren die LP's von Europa immer sauber produziert, egal ob es sich um Musik oder Hörspiele handelte. Nicht umsonst werden viele der Europa Hörspiele auf Vinyl hoch gehandelt. Und für Sammler des Obskuren hatte Europa auch so einiges in petto O.o Ich hab hier noch einen "Sampler" liegen, bei dem ich mich nicht traue, den bei Musiksammler einzutragen. Alleine das Backcover kann man kaum fassen O.o


Europa hat damals extra deutsche Musiker bezahlt, um Platten im "aktuellen Hardrockstil" für den schnell wachsenden Markt einzuspielen, die dann billig verkauft wurden. Meistens mit drei, vier bekannten Coverversionen und zusätzlich schnell im Studio komponiertes Material im ähnlichen Stil. Peter Hesslein von Electric Food (das bekannteste dieser Europa-Studioprojekte) erzählte, dass er pro Song 50 DM von Europa bekam und sich so sein Studium und schließlich auch Lucifer's Friend finanzierte. :lol:
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 00:14

Goatstorm hat geschrieben:
Rauberer hat geschrieben:Ich weiß halt auch noch von meiner Mutter, die von 1966 bis 1974 in einem Plattenladen gearbeitet hat, dass Europa zu dieser Zeit eigene Verkaufsständer hatte, die quasi die Laufkundschaft ansprechen sollte. 5 DM (später waren es 10 DM, als die MC sich verbreitete) war halt damals schon ein extrem günstiges Angebot für eine LP. Und man kann sagen, was man will-Trotz des Makels "Billiglabel" waren die LP's von Europa immer sauber produziert, egal ob es sich um Musik oder Hörspiele handelte. Nicht umsonst werden viele der Europa Hörspiele auf Vinyl hoch gehandelt. Und für Sammler des Obskuren hatte Europa auch so einiges in petto O.o Ich hab hier noch einen "Sampler" liegen, bei dem ich mich nicht traue, den bei Musiksammler einzutragen. Alleine das Backcover kann man kaum fassen O.o


Europa hat damals extra deutsche Musiker bezahlt, um Platten im "aktuellen Hardrockstil" für den schnell wachsenden Markt einzuspielen, die dann billig verkauft wurden. Meistens mit drei, vier bekannten Coverversionen und zusätzlich schnell im Studio komponiertes Material im ähnlichen Stil. Peter Hesslein von Electric Food (das bekannteste dieser Europa-Studioprojekte) erzählte, dass er pro Song 50 DM von Europa bekam und sich so sein Studium und schließlich auch Lucifer's Friend finanzierte. :lol:


Ja, man musste sehen wo man bleibt :lol:
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Goatstorm » 10. November 2014, 00:17

Krass, von diesem ZONK-CCR-Album hab ich noch nie gehört! :oh2:
Ist das selten?
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 00:24

Goatstorm hat geschrieben:Krass, von diesem ZONK-CCR-Album hab ich noch nie gehört! :oh2:
Ist das selten?


Also, leicht zu finden ist das nicht. Ich besitze es selbst auch nicht. Es gibt aber eine recht teure 6er CD Box, (The Petards Anthology) in dem das Album enthalten ist.

Nachtrag: Es gibt diese LP anscheinend auch mit diversen Covern und auch etwas anders betitelt. Es gibt eine Version mit dem Titel "Creedence Clearwater Revival Story". Scheint die japanische VÖ zu sein. Ziemlich teuer :angry2:
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Prof » 10. November 2014, 10:51

Du machst wieder keine halben Sachen, Rauberer. Klasse.

Im französischen argot bedeutet pétard übrigens Joint. Ob die Ebert-Jungs das gewusst haben? :smile2:

Autor Christoph Wagner widmet dem '1. Deutschen Rock-Fest' (in Alsfeld) in seinem für Krautrockfreaks essentiellen Buch Der Klang der Revolte selbstverständlich einige Worte. Kurzes Zitat:
'Die Mutter der Ebert-Brüder von den Pétards schmierte Schmalzbrote, die Anfangs gratis, später für ein paar Groschen verkauft wurden.'
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 11:05

Prof hat geschrieben:Du machst wieder keine halben Sachen, Rauberer. Klasse.

Im französischen argot bedeutet pétard übrigens Joint. Ob die Ebert-Jungs das gewusst haben? :smile2:

Autor Christoph Wagner widmet dem '1. Deutschen Rock-Fest' (in Alsfeld) in seinem für Krautrockfreaks essentiellen Buch Der Klang der Revolte selbstverständlich einige Worte. Kurzes Zitat:
'Die Mutter der Ebert-Brüder von den Pétards schmierte Schmalzbrote, die Anfangs gratis, später für ein paar Groschen verkauft wurden.'

Danke!
Das mit dem Joint hatte ich auch gefunden. Wobei das Wort umgangssprachlich für Krach wohl auch genutzt wird. Ich muss mich bei so etwas auf das Internet verlassen. Ich bin mir aber fast sicher dass die Ebertbrüder das mit dem Joint auch wussten :-D
Das "Rock-Fest" fand ja nur in Alsfeld In der Festhalle statt, weil das Wetter so schlecht war. Aber das sind Kleinigkeiten, oder? :smile2:
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Prof » 10. November 2014, 11:19

Rauberer hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Du machst wieder keine halben Sachen, Rauberer. Klasse.

Im französischen argot bedeutet pétard übrigens Joint. Ob die Ebert-Jungs das gewusst haben? :smile2:

Autor Christoph Wagner widmet dem '1. Deutschen Rock-Fest' (in Alsfeld) in seinem für Krautrockfreaks essentiellen Buch Der Klang der Revolte selbstverständlich einige Worte. Kurzes Zitat:
'Die Mutter der Ebert-Brüder von den Pétards schmierte Schmalzbrote, die Anfangs gratis, später für ein paar Groschen verkauft wurden.'

Danke!
Das mit dem Joint hatte ich auch gefunden. Wobei das Wort umgangssprachlich für Krach wohl auch genutzt wird. Ich muss mich bei so etwas auf das Internet verlassen. Ich bin mir aber fast sicher dass die Ebertbrüder das mit dem Joint auch wussten :-D
Das "Rock-Fest" fand ja nur in Alsfeld In der Festhalle statt, weil das Wetter so schlecht war. Aber das sind Kleinigkeiten, oder? :smile2:


Klar. Man könnte ja noch so viele Details zu Tage fordern, aber dann wird aus einem Artikel wohl ein weiteres Buch.
Wie die deutschen Rockfestivalsubkultur damals entstanden ist, beschreibt der Wagner in superber Manier, mit vielen Schilderungen von Zeitzeugen.

Die Bedeutung von pétard kannte ich von Freunden aus Paris, daher hab' ich das mal kurz erwähnt.
Bestimmt haben die Ebert-Jungs das damals gewusst, daher auch der :smile2:
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 11:32

Prof hat geschrieben:
Rauberer hat geschrieben:
Prof hat geschrieben:Du machst wieder keine halben Sachen, Rauberer. Klasse.

Im französischen argot bedeutet pétard übrigens Joint. Ob die Ebert-Jungs das gewusst haben? :smile2:

Autor Christoph Wagner widmet dem '1. Deutschen Rock-Fest' (in Alsfeld) in seinem für Krautrockfreaks essentiellen Buch Der Klang der Revolte selbstverständlich einige Worte. Kurzes Zitat:
'Die Mutter der Ebert-Brüder von den Pétards schmierte Schmalzbrote, die Anfangs gratis, später für ein paar Groschen verkauft wurden.'

Danke!
Das mit dem Joint hatte ich auch gefunden. Wobei das Wort umgangssprachlich für Krach wohl auch genutzt wird. Ich muss mich bei so etwas auf das Internet verlassen. Ich bin mir aber fast sicher dass die Ebertbrüder das mit dem Joint auch wussten :-D
Das "Rock-Fest" fand ja nur in Alsfeld In der Festhalle statt, weil das Wetter so schlecht war. Aber das sind Kleinigkeiten, oder? :smile2:


Klar. Man könnte ja noch so viele Details zu Tage fordern, aber dann wird aus einem Artikel wohl ein weiteres Buch.
Wie die deutschen Rockfestivalsubkultur damals entstanden ist, beschreibt der Wagner in superber Manier, mit vielen Schilderungen von Zeitzeugen.

Die Bedeutung von pétard kannte ich von Freunden aus Paris, daher hab' ich das mal kurz erwähnt.
Bestimmt haben die Ebert-Jungs das damals gewusst, daher auch der :smile2:


Jep, im Prinzip könnte man zu sehr vielen Bands aus dieser Ära ein Buch schreiben. :smile2: Der nächste, längere Artikel ist in Vorbereitung, geht aber in eine vollkommen andere Richtung. Ich hab dafür über Facebook den idealen Ansprechpartner gefunden. Der hatte mich angeschrieben, weil er nicht fassen konnte das in Deutschland jemand eine Reihe ganz bestimmter Bands kennt. Die nenn ich jetzt noch nicht, sonst nehm ich das Thema schon vorweg. Mal sehen was der so alles zu erzählen hat. :smile2:
Ach ja, hier noch ein Pic meiner Petards-LP, lässt sich nur leider nicht mittels img einfügen.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... =1&theater
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Flossensauger » 10. November 2014, 18:33

Diese Coverplatten waren gar nicht so selten, unabhängig vom Europa Label.

Thin Lizzy haben unter dem Namen "Funky Junction" eine Deep Purple Cover-Platte eingespielt, die erst kürzlich wiederveröffentlicht wurde. Ob man die braucht ist eine andere Frage, selbst als Lizzy/Purple Fan.

(Schönen Dank an "Raute-Records" in Braunschweig, die mich schon vor dem Reissue auf die Existenz dieser (total obskuren) Platte aufmerksam gemacht haben.)


http://en.wikipedia.org/wiki/Funky_Junction
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Rauberer » 10. November 2014, 21:09

Es gab ja nicht nur Coverscheiben wie die hier Angesprochenen. Eine richtige Pest in der Hinsicht gab es fast von jedem Label-Die unzähligen Disco, Dance, Heimorgel, Mundharmonika, Klarinette und was weiß ich noch alles- Veröffentlichungen. Wobei ich ja zugeben muss (nicht haun), dass ich mir manche Sachen von J.L. :-D durchaus anhören kann. (Biscaya und The lonesome Shepherd sind top) Aber das andere Zeug, was so veröffentlicht wurde, ist grausam und Vinylverschwendung.
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Flossensauger » 10. November 2014, 21:19

Die einzige J.L. Scheibe, die ich besitze ist die mit dem grandiosem Hawkwind-Cover.
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon Powerprillipator » 10. November 2014, 22:27

Ich meine mich erinnern zu können daß die Petards auch relativ ausführlich in der "Kraut & Rüben"-Doku vom WDR gefeatured wurden. Wer die (sehenswerte) Doku noch nicht kennt:

http://www.youtube.com/watch?v=0Clf-NnsdME (Teil 1, es gibt ingesamt 6 Teile, findet man alle bei Youtube)
Där PäPäPä hat keine Ahnung, worum es im Häwie Mettel gäht!
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon ricomortis » 10. November 2014, 22:29

Sehr schön!
The Petards kenn ich aus einer Krautrock-Doku, wo sie musikalisch zwar auch nicht so 100%ig hinpassen (ist ja wie´s in der Überschrift steht astreiner Beat), aber sicher auch da gewissermaßen eine Vorreiterrolle eingenommen haben. Auch krass, da erzählte ein ehemaliges Bandmitglied, dass die Band innerhalb von 5 Jahren 1.200 Konzerte gespielt hat, das sind 240 Konzerte pro Jahr!!!
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Re: THE PETARDS oder Wie hessischer Beat zum Förderer des de

Beitragvon ricomortis » 10. November 2014, 22:31

Powerprillipator hat geschrieben:Ich meine mich erinnern zu können daß die Petards auch relativ ausführlich in der "Kraut & Rüben"-Doku vom WDR gefeatured wurden. Wer die (sehenswerte) Doku noch nicht kennt:

http://www.youtube.com/watch?v=0Clf-NnsdME (Teil 1, es gibt ingesamt 6 Teile, findet man alle bei Youtube)


Ah, genau, die Doku war das.
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