Ok, dann versuch ich mal mein Glück. Bin leider in solchen Sachen nicht so begabt, wie der ein oder andere hier im Board. Naja, was soll´s...
Als erstes kommt mir die Band Stormtrooper aus Bristol in den Sinn, die es leider nur auf eine 2-Track-Single gebracht haben und über die auch sonst nicht allzuviel bekannt ist, ausser dass Sänger Paul Merrel später bei Jaguar anheuerte und deren Klassiker "Power Games" eingesungen hat und nach deren zweiten LP die Richtung doch ein wenig geändert hat und eine Glam-Metal-Band Namens Hellrazer gründete, über die ich aber nichts weiss.
Doch zurück zu Stormtrooper und deren klasse 7" >Bride before a Fall<. Diese wurde im Jahr 1980 vom Label Heartbeat veröffentlicht und bietet mittelschnellen, teils melodischen Metal, der meiner Meinung nach qualitativ weit über dem einer durchschnittlichen NWOBHM-Band liegt. Gerade beim 2. Song hört man doch deutlich mehrmals Keyboards heraus, was aber keinesfalls abwertend gemeint ist, sondern nur zur Info dienen soll für Leute, die sich von sowas abschrecken lassen.
Alles in allem hat man es hiermit doch mit recht 70er beeinflussten, frühen NWOBHM zu tun. Leider ist die Single aber wie so häufig sehr schwer aufzutreiben, beide Tracks sind aber, wenn ich mich nicht irre, auf der N.W.O.B.H.M. Metal Rarities Vol.2-CD von British Steel zu hören.
Als kleine Hilfe poste ich hier noch den Link zu Vibrations of Doom, wo man sich beide Songs anhören kann:
http://vibrationsofdoom.com/test/test2/ ... oper2.htmlNun etwas bekannteres: Warriör aus Chesterfield
Eine der wenigen Bands, die keine 7" veröffentlicht haben, sondern 3 Jahre nach ihrer Gründung (1977) im Jahre 1980 eine eigenproduzierte LP rausbrachten, die für mich zur absoluten Speerspitze der NWOBHM gehört, auch wenn man mit sochen Phrasen keinen Menschen mehr hinterm Ofen hervorgelockt bekommt.
>Let Battle commence< bietet irgendwie eine Mischung aus 60er-Jahre Rock´n Roll, diversen Punk-Einflüssen und halt frühem Metal. Ja, meine Beschreibungen sind etwas seltsam, am besten ihr hört es euch auch gleich mal an über folgenden Link:
http://vibrationsofdoom.com/test/Warrior2.htmlLeider brachte die Band anschliessend nichts neues mehr raus, da sich die beiden Gittaristen aufgrund beruflicher Veränderungen aus der Combo verabschiedeten und diese sich dann 1981 komplett auflöste. Die Lp wurde 1994 von Vinyl-Tap auf CD veröffentlicht, welche man im Gegensatz zum Vinyl noch zum halbwegs "humanen" Preis von 40-50 Euro beschaffen kann mit ein wenig Glück.
Sänger Dave Hewitt ist dem ein oder anderen evtl. von der englischen Band "Stormwatch" bekannt, welche in den 90ern eine CD mit dem Titel >Patriot< rausbrachte. Allerdings nicht als Sänger, sondern als Bassist mit gelegentlichen Background-Vocals.
Oxym - Music Power
Mal wieder so eine Eintagsfliege waren Oxym aus Rochedale, die wohl im Jahr 1976 gegründet wurden. Eine einzige 7" mit dem Namen >Music Power< konnte diese Band vorweisen, welche wie schon die beiden obigen Exemplare 1980 entstanden. Doch die hat es in sich!
Hab´schon von Vergleichen zu Rush bis hin zu The Who gehört. Beides ist nicht von der Hand zu weisen. Wobei die Stimme von Sänger Bob Rigby deutlich tiefer ist als die von Geddy Lee...
Doch die Progressivität ist allemal vorhanden.
Zu den beiden Songs auf der Single kam Ende 1980 noch ein weiterer auf der >New Electric Warriors<-LP hinzu, welcher sich Hot Rain schimpfte.
Übrigens spielte Bassist Nigel Talbot, der vor der Single den tödlich verunglückten Original-Bassisten Ross Halliwell ersetzte, in den 90ern noch bei Buffalo.
http://www.vibrationsofdoom.com/test/Oxym.html