Raf Blutaxt hat geschrieben:Acurus-Heiko hat geschrieben:Dornenreich kannte ich bis eben noch nicht. Abgesehen von der Frage, wo da der Doom ist, klingt das darüber hinaus wie ein Klapsmühlenkellerprojekt. Mich überkam unbändige Lust, meinen Laptop an die Wand zu werfen und mich sinnlos mit Whisky (Talisker) zu besaufen, um das Gehörte irgendwie ertragen zu können. Gott bewahre!
Zu Ahab: Abgesehen von der Tatsache, dass der Vorwurf angeblicher Intellektualität nichts über die Qualität der Musik selbst aussagt, würde ich die musikalische Ausrichtung auch nicht als intellektuell bezeichenen und das Nautische als Spaß-Zusatz betrachten. Immerhin vertonten Ahab auf ihrer ersten CD die Geschichte von Mobby Dick. In diesem Zusammenhang finde ich den Doom-Zusatz "nautic" absolut witzig.
Also umd das nochmal klarzustellen: Ich werfe Ahab nicht vor, intellektuell zu sein. Auf mich wirken sie nur so, als würden sie krampfhaft versuchen, intellektuell zu erscheinen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Und Moby Dick ist ein großartiges Buch, ich weiß aber nicht, ob ich eine musikalische Verwurstung von Ahab davon brauche.
Mit dem selben Argument könnte man auch Iced Earth vorwerfen, sie wirkten krampfhaft intellektuell, weil sie "Dantes Inferno" vertont haben. Ich finde es sehr schön und spannend, wenn sich Bands an solchen Vorlagen versuchen. Machmal klappt das , wie bei Ahab und Iced Earth, und manchmal geht es in die Hose. Wenn ich Ahab höre, verspüre ich zumindest kein Gefühl aufoktroyierter Intellektualität. Ganz im Gegenteil, bis zum Lesen dieses Threads hätte ich an diesen Begriff im Zusammenhang mit Ahab niemals gedacht. Und als geschmacklicher Einordnungsfaktor taugt er meines Erachtens auch nicht.
Zu "nautischem" Doom: Den gibt es natürlich nicht. Trotz allem bekommt er bei
"Blauwal" von Cold Embrace einen Anflug von Hörbarkeit.