Der Black Metal - Thread

Schreibt euch die Finger wund ĂŒber das große Thema "Metal" - ĂŒber neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

Moderator: Loomis

Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Hugin » 14. Juli 2013, 00:11

Wobei ja zu Meister Stedjebergs Ehrenrettung mal gesagt sein muss, dass die Knutscherei von Kvarforth ausgeht, ja:

"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Hugin » 14. Juli 2013, 00:19

Raf Blutaxt hat geschrieben:Wenn du ein punkiges BM Album suchst, Hugin, dann solltest du vielleicht mal in die HAUST reinhören. Die hat zumindest fĂŒr meine ungeĂŒbten Ohren ein paar coole RĂŒpelrumpler am Start.


Ich suche jetzt nicht speziell ein punkiges BM-Album, aber eine gewisse punkige AttitĂŒde gehört fĂŒr mich zum BM auf jeden Fall dazu. Das HAUST-Video gefĂ€llt mir, weil ich auf die Art von Riffing einfach total abfahre. Kann ich mir immer anhören, ganz egal in welchem Soundgewand, steril-poliert wie bei neueren Satyricon, kalt und mechanisch wie bei Khold, rumpelig und rĂ€udig wie bei Darkthrone, alternativ wie bei Djerv, punkig dominiert wie bei Kvelertak oder klassisch grimmig wie bei Taake - ich finde das immer lĂ€ssig. Wobei man natĂŒrlich sagen muss, dass das Konzept seit Ende der Neunziger in Norwegen schon ziemlich weit herum gereicht wurde und inzwischen etwas ausgelutscht ist. Macht mir persönlich nichts aus, weil mir das voll reinlĂ€uft, aber ich kann auch wieder verstehen, wenn andere es inzwischen abgedroschen finden. Bin halt Norweger-Fanboy und das Ă€ndert sich auch nimmer. HAUST selber wĂŒrde ich jetzt aber auch eher in die Kvelertak-Ecke rĂŒcken, als die Band wirklich unter BM einzusortieren.
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Raf Blutaxt » 14. Juli 2013, 00:26

Bin da halt kein Experte, aber im Vergleich zu KVELERTAK fand ich HAUST jetzt doch deutlich mehr im BM konzentriert. Aber ja, ist schon sehr punkigg, so eine 70/30 Mischung wĂŒrde ich sagen. Und Ausgelutschtheit sollte bei der Beurteilung von Metal eigentlich kein Argument sein, wenn die Songs gut sind.
The people united can never be ignited.
Raf Blutaxt
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8450
Registriert: 5. MĂ€rz 2011, 14:43
Wohnort: Marburg, Germany


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Hugin » 14. Juli 2013, 00:40

Raf Blutaxt hat geschrieben:Bin da halt kein Experte, aber im Vergleich zu KVELERTAK fand ich HAUST jetzt doch deutlich mehr im BM konzentriert. Aber ja, ist schon sehr punkigg, so eine 70/30 Mischung wĂŒrde ich sagen. Und Ausgelutschtheit sollte bei der Beurteilung von Metal eigentlich kein Argument sein, wenn die Songs gut sind.


"Ausgelutschtheit" ist fĂŒr mich auch kein Argument dafĂŒr, eine Band nicht zu mögen. Es ist aber immer fĂŒr diejenigen ein Argument, denen ein spezieller Stil eh nicht so zusagt. Da nehme ich mich auch nicht aus, wie ja voriger Beitrag zeigt.

Wenn es sich um einen "meiner" Stile handelt, stören mich generische AnflĂŒge wenig bis gar nicht. Black Metal im klassischen Norge-90er-Stil geht bei mir einfach immer, wenn's aber um Stile geht, die ich nicht so mag, dann nervt's mich auch, wenn "alle gleich" klingen. Ist irgendwie normal, denke ich, weil man in seinen Lieblingsstilen halt auch Feinheiten wahrnimmt, die man in anderen Stilen ĂŒberhört.
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Raf Blutaxt » 14. Juli 2013, 00:43

Ja, das geht mir schon auch so und ich denke du hast mit den Feinheiten Recht.
The people united can never be ignited.
Raf Blutaxt
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8450
Registriert: 5. MĂ€rz 2011, 14:43
Wohnort: Marburg, Germany


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Hugin » 30. Juli 2013, 00:44

Hab hier mal ein hĂŒbsches Piano-Cover zweier Mayhem-Klassiker ausgegraben. Finde ich ziemlich stark:
https://www.youtube.com/watch?feature=p ... iujA#at=12
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Loomis » 31. Juli 2013, 20:39

Mal eine Frage an die Black Metal-Experten und Zeitzeugen:

Wie kam eigentlich damals Anfang der 90er die Black Metal-Welle in Skandinavien auf?
Wenn man sich die heute bekanntesten Black Metal-Bands so anschaut, dann liegt bei vielen Ende der 80er und in den sehr frĂŒhen 90ern der Fokus noch ganz woanders:
Burzum, Immortal: Die VorgÀngerbands Old Funeral und Amputation: Death Metal
Enslaved: VorgÀngerband Phobia: Death Metal
Darkthrone - Soulside Journey: Death Metal
Marduk - Dark Endless: Death Metal, jedenfalls noch zum grĂ¶ĂŸten Teil

Death Metal war also der heiße Scheiß. Und dann plötzlich, fast von einem Tag auf den anderen wollen all diese Bands aber so klingen wie Bathory auf The Return und Under The Sign Of The Black Mark. Dabei waren diese Platten zu dem Zeitpunkt ja schon ein paar Jahre alt und sollten allen Beteiligten alles andere als neu gewesen sein.

Wie kam das? War das alles der Einfluss von Euronymous?
Benutzeravatar
Loomis
Sacred Metal-Legende
 
 
BeitrÀge: 14219
Registriert: 15. Juli 2007, 23:53
Wohnort: (Slowly We)Rot


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon MetalChris87 » 31. Juli 2013, 21:31

Bei Darkthrone wars doch so, dass sich Death Metal in ihren Augen zu gut verkauft hat und sie dadurch mÀchtig angepisst waren?! Deshalb von Heute auf Morgen der Umschwung so brachial und hÀsslich wie möglich zu klingen um dadurch nur noch ca. 10 Leute anzusprechen. O.o

So haben's die Herrschaften zumindest anno dazumal in ihren legendÀren RH-Interviews preisgegeben.
MetalChris87
METAL GOD
 
 
BeitrÀge: 1644
Registriert: 1. Juli 2012, 15:08


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Dörk » 31. Juli 2013, 22:21

Mh, klar haben sie sich von bathory, Sodom etc. beeinflussen lassen. Aber es war auch die Geburt eines völlig neuen Stils/Genres. Sie haben quasi den Sound von bathory/Hellhammer/Sodom in eine neue Richtung gelenkt und dazu noch der Ideologie viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Euronymous (und sicher auch andere) waren vom Death Metal und dessen kommerziellen Erfolg ziemlich angepisst.
Mir schwirrt jetzt noch einiges im Kopf rum aber ich muss erstmal schlafen.

Achso und eins fÀllt mir noch ein:
Emperor: Vorband war Thou Shalt Suffer (na? Richtig! Death Metal)
Benutzeravatar
Dörk
Villain-EP-Original-Besitzer
 
 
BeitrÀge: 855
Registriert: 21. April 2010, 17:22
Wohnort: A Mansion In Darkness


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Acrylator » 31. Juli 2013, 22:27

Dörk hat geschrieben:Mh, klar haben sie sich von bathory, Sodom etc. beeinflussen lassen. Aber es war auch die Geburt eines völlig neuen Stils/Genres. Sie haben quasi den Sound von bathory/Hellhammer/Sodom in eine neue Richtung gelenkt und dazu noch der Ideologie viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Euronymous (und sicher auch andere) waren vom Death Metal und dessen kommerziellen Erfolg ziemlich angepisst.
Mir schwirrt jetzt noch einiges im Kopf rum aber ich muss erstmal schlafen.

Achso und eins fÀllt mir noch ein:
Emperor: Vorband war Thou Shalt Suffer (na? Richtig! Death Metal)

Wobei ich schon sagen wĂŒrde, dass die einzige musikalische Neuerung im Vergleich zu den Alben Nr. 2 und 3 von Bathory in den teilweise wirklich rasend schnellen Blast Beats bestand, so neu klang das doch ansonsten zumindest bei Darkthrone nun wirklich nicht (bei Bands wie Emperor oder Enslaved - auch wenn letztere streng genommen nicht zum Black Metal gehören - sah das natĂŒrlich schon wieder anders aus).
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
BeitrÀge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Hugin » 1. August 2013, 00:04

Ob die FrĂŒhphase bzw. VorgĂ€ngerbands wirklich immer so sehr "Death Metal" waren, möchte ich an der Stelle einfach mal bezweifeln.

Wenn du z.B. OLD FUNERAL nimmst, deren Mitglieder wenig spĂ€ter BURZUM, IMMORTAL und HADES grĂŒndeten, dann stammt von selbigen der Song "Alone Walking", der spĂ€ter von HADES bekannt gemacht wurde. FĂŒr mich ist das mindestens so sehr Black Metal wie Death Metal:
http://www.youtube.com/watch?v=scb8bmHql0M

Da mag man dann sagen, dass der erst von 1992 ist, aber wenn wir dann einen 1990er-Song der selben Band hören, wie hier "Abduction Of Limbs", dann ist der so weit auch nicht weg vom Black Metal. Klar, es ist irgendwo eine Mischform, aber man hatte schon die BM-Ästhetik, einen SĂ€nger, der durchaus in die Richtung geht, zumindest teilweise:
http://www.youtube.com/watch?v=SyQsp-vssRY

DARKTHRONE? Die ersten Demos unter dem Namen BLACK DEATH sind bestenfalls rÀudiger Metalpunk (und damit "Transilvanian Hunger" irgendwie nÀher als "Soulside Journey"):
http://www.youtube.com/watch?v=Ff2bqK3dG8A
http://www.youtube.com/watch?v=pHpOkg3-oC8

Dann unter dem Namen DARKTHRONE war es erst einmal eine Mischung aus Death, Thrash und Black Metal:
http://www.youtube.com/watch?v=zXQUgH-exI8

Da sind die ÜbergĂ€nge fließend. Bei MAYHEM selbst kannst du ja schon fragen, ab wann oder ob ĂŒberhaupt hier rein musikalisch ein klarer Trennstrich zwischen Black und Death gezogen werden kann.

Aber ja, die deutliche Positionierung in Richtung frĂŒhe BATHORY und Teutonenthrash, lĂ€sst sich mit Sicherheit schon an Euronymous und seinem Umfeld festmachen, das damals die jungen Musiker der norwegischen Szene anzog wie das Licht die Motten. So ziemlich alle der genannten Bands beziehen sich in den Booklets ihrer ersten Alben auf Euronymous und/oder Mayhem:

"A Blaze In The Northern Sky is eternally dedicated to the king of black/death metal underground: namely Euronymous." (Darkthrone, A Blaze In The Northern Sky, 1991)

"This album is to its full extent dedicated to Oystein Aarseth." (Enslaved, Vikingligr Veldi, 1994)

"(...) we decided to split up our Death Metal Band PHOBIA (...) Of course the death metal legends of those days like AUTOPSY and ENTOMBED were very important to us all the way through the formation of ENSLAVED. Yet the main influence came from the emerging Black Metal scene that was forming in Norway, particularly the teachings of Euronymous/Mayhem and Darkthrone, the occult classics like Bathory and Celtic Frost, the German thrash heroes of Kreator, Sodom, Destruction (...)" (Enslaved, Hordanes Land, Rerelease Linernotes, 2009)

"Hail to Hellhammer/Mayhem, DSP/Helvete." (Emperor, Emperor MLP, 1993)

"In memory of Euronymous" (Emperor, In The Nightside Eclipse, 1995)

"co-produced by Euronymous" (Burzum, Burzum, 1991)


Im Endeffekt ist es wohl schon so, dass jede der Bands ihre eigenen EinflĂŒsse gesucht und gefunden hat, um so zu klingen, wie sie mit dem Beginn der zweiten Welle klang. Die EinflĂŒsse sind die oben von Enslaved genannten. Ideologisch, insbesondere "musikideologisch" zunĂ€chst Mayhem und etwas spĂ€ter vor allem Darkthrone, und dann eben Bathory, Venom, Hellhammer, Celtic Frost und der Teutonen Thrash. An die EinflĂŒsse sind sie sicher zum großen Teil ĂŒber Euronymous gekommen, wobei ich gerade bei Darkthrone (speziell Fenriz) schon aus den 80er-Demo-Sachen den Eindruck habe, dass die EinflĂŒsse (gerade der Teutonenthrash) schon vor dem Entstehen der Helvete-Szene prĂ€sent waren, aber dass die Rolle, die Euronymous dann in der norwegischen Szene einnahm, die Band dazu brachte, entgegen dem ausdrĂŒcklichen Wunsch und Rat ihres damaligen (und auch heutigen) Labels Peaceville, die Pfade des "angesagten" Death Metals zu verlassen, und die Radikalkur zu machen.

Aus all den Fanzines, die ich damals so gelesen habe, wĂŒrde ich zusammengefasst folgern, dass der persönliche Einfluss auf die damaligen Protagonisten schon primĂ€r von Euronymous kam. Er hat mit Deads Tod diese berĂŒhmte "KriegserklĂ€rung" getĂ€tigt, die sich im Booklet der "Live In Leipzig" findet, und mit der postuliert wird, dass "der Trend" Dead getötet habe, der Trend, der Death Metal zu etwas Anerkanntem, Sozialkritischen, Angesagten und GesellschaftsfĂ€higen gemacht habe, und die ErklĂ€rung, die Bathory, Venom, Possessed und dergleichen als die wahren EinflĂŒsse und GrĂ¶ĂŸen des echten Death Metals und Black Metals festschreibt. Das hatte natĂŒrlich einen mĂ€chtigen Einfluss auf die damals allesamt ja extrem jungen Leute, die sich im direkten Umfeld befanden und gerade ihre ersten Schritte als Musiker gingen. Ein echter Todesfall in ihrer Umgebung, ein charismatischer WortfĂŒhrer, ein zugehöriges Feindbild und eine klare Leitlinie ĂŒber "wahr" und "falsch".

Also ist norwegisch-szeneintern sicher Euronymous der Haupteinflussgeber. Musikhistorisch und ĂŒber die Grenzen Norwegens hinaus sehe ich Darkthrone noch bedeutender, weil diese Band es war, die aufgrund der hausgemachten Veröffentlichungsflaute bei Mayhem, diesen Bruch mit dem damals kommerziellen Death Metal, die Kurskorrektur und die neue ideologische Verortung am stĂ€rksten publikumswirksam vertreten hat, dafĂŒr den offenen Bruch mit dem eigenen Label und den Medien riskiert hat.




EDIT:
Und wo wir gerade beim Thema sind: http://www.nrk.no/hordaland/legger-ned- ... 1.10974761
Pytten hat im April das Grieghallen aufgegeben. Ziemlich schade. War mir leider irgendwie entgangen.
Zuletzt geÀndert von Hugin am 1. August 2013, 14:05, insgesamt 1-mal geÀndert.
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
BeitrÀge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Dörk » 1. August 2013, 07:48

Acrylator hat geschrieben:
Dörk hat geschrieben:Mh, klar haben sie sich von bathory, Sodom etc. beeinflussen lassen. Aber es war auch die Geburt eines völlig neuen Stils/Genres. Sie haben quasi den Sound von bathory/Hellhammer/Sodom in eine neue Richtung gelenkt und dazu noch der Ideologie viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Euronymous (und sicher auch andere) waren vom Death Metal und dessen kommerziellen Erfolg ziemlich angepisst.
Mir schwirrt jetzt noch einiges im Kopf rum aber ich muss erstmal schlafen.

Achso und eins fÀllt mir noch ein:
Emperor: Vorband war Thou Shalt Suffer (na? Richtig! Death Metal)

Wobei ich schon sagen wĂŒrde, dass die einzige musikalische Neuerung im Vergleich zu den Alben Nr. 2 und 3 von Bathory in den teilweise wirklich rasend schnellen Blast Beats bestand, so neu klang das doch ansonsten zumindest bei Darkthrone nun wirklich nicht (bei Bands wie Emperor oder Enslaved - auch wenn letztere streng genommen nicht zum Black Metal gehören - sah das natĂŒrlich schon wieder anders aus).


Naja das Gitarrenspiel unterscheidet sich auch schon sehr von einander. Bathory hatten eher diesen tiefen (thrashigen) Sound, wÀhrend das typisch norwegische diese kalten, sÀgenden Gitarren waren. Das war damals was völlig neues.
Warum wĂŒrdest du denn Enslaved nicht zum Black Metal zĂ€hlen? Da passt doch alles.

Danke an Hugin fĂŒr die interessanten AusfĂŒhrungen!
Benutzeravatar
Dörk
Villain-EP-Original-Besitzer
 
 
BeitrÀge: 855
Registriert: 21. April 2010, 17:22
Wohnort: A Mansion In Darkness


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Acrylator » 1. August 2013, 10:46

Dörk hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Dörk hat geschrieben:Mh, klar haben sie sich von bathory, Sodom etc. beeinflussen lassen. Aber es war auch die Geburt eines völlig neuen Stils/Genres. Sie haben quasi den Sound von bathory/Hellhammer/Sodom in eine neue Richtung gelenkt und dazu noch der Ideologie viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Euronymous (und sicher auch andere) waren vom Death Metal und dessen kommerziellen Erfolg ziemlich angepisst.
Mir schwirrt jetzt noch einiges im Kopf rum aber ich muss erstmal schlafen.

Achso und eins fÀllt mir noch ein:
Emperor: Vorband war Thou Shalt Suffer (na? Richtig! Death Metal)

Wobei ich schon sagen wĂŒrde, dass die einzige musikalische Neuerung im Vergleich zu den Alben Nr. 2 und 3 von Bathory in den teilweise wirklich rasend schnellen Blast Beats bestand, so neu klang das doch ansonsten zumindest bei Darkthrone nun wirklich nicht (bei Bands wie Emperor oder Enslaved - auch wenn letztere streng genommen nicht zum Black Metal gehören - sah das natĂŒrlich schon wieder anders aus).


Naja das Gitarrenspiel unterscheidet sich auch schon sehr von einander. Bathory hatten eher diesen tiefen (thrashigen) Sound, wÀhrend das typisch norwegische diese kalten, sÀgenden Gitarren waren. Das war damals was völlig neues.

Gut, StĂŒcke wie "Women Of Dark Desires" oder auch "Chariots Of Fire" klingen schon noch sehr nach Thrash (letzterer allerdings nicht mehr ganz so typisch), aber der Sound (und Gesang) der Scheiben ist schon nĂ€her am 2nd Wave Black Metal als an allen mir bekannten Thrash Alben (nur nimmt man eben auch noch BĂ€sse war), finde die Gitarren da (wo sie nicht so tief tönen) sehr wohl absolut "sĂ€gend". Außerdem haben z.B. "Call From The Grave", "Reap Of Evil" und "Enter The Eternal Fire" doch schon fĂŒr spĂ€teren Black Metal absolut typische Gitarrenriffs und "Equimanthorn" wĂŒrde ich auch schon als "richtigen" Black Metal Song bezeichnen.
Sicher, Bands wie Mayhem oder Darkthrone haben dann halt die typischen Thrash-Elemente komplett weggelassen, aber etwas wirklich Neues hinzugefĂŒgt haben sie meiner Meinung nach (in den frĂŒhen 90ern noch) nicht, es ist halt nur alles noch reduzierter, bzw. stilistisch einheitlicher als bei Bathory.


Dörk hat geschrieben:Warum wĂŒrdest du denn Enslaved nicht zum Black Metal zĂ€hlen? Da passt doch alles.

Enslaved haben sich doch selbst nie als Black Metal Band gesehen. Klar, es gibt da vor allem bei den frĂŒhen Alben viele musikalische Parallelen (allerdings hatte damals keine Black Metal Band KlargesĂ€nge), aber die ganze thematische Ausrichtung ist doch eine ganz andere, daher ist's halt Pagan/Viking Metal.
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
BeitrÀge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon rapanzel » 1. August 2013, 11:01

Ich kopier einfach mal einen Àlteren Beitrag von mir aus dem Classix-Thread:

Bild

ANCIENT - The Cainan Chronicle

FĂŒr mich ersönlich ein verdammt atmosphĂ€risches Black Metal Album, welches ich immer wieder gern mal auflege.
Leider wird dieses Teil von vielen nur belÀchelt, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.
Wer auf Black Metal steht, und Keyboard-Teppichen nicht abgeneigt ist, sollte das Album unbedingt mal antesten.

Das "Lillith's Embrace" Video ist allerdings Realsatire pur :yeah:

An obscene invention of twisted minds:

Bild
Benutzeravatar
rapanzel
Full Moon Fistbanger
 
 
BeitrÀge: 20917
Registriert: 9. April 2008, 11:07
Wohnort: Herborn


Re: Der Black Metal - Thread

Beitragvon Dörk » 1. August 2013, 11:28

Acrylator hat geschrieben:
Dörk hat geschrieben:
Acrylator hat geschrieben:
Dörk hat geschrieben:Mh, klar haben sie sich von bathory, Sodom etc. beeinflussen lassen. Aber es war auch die Geburt eines völlig neuen Stils/Genres. Sie haben quasi den Sound von bathory/Hellhammer/Sodom in eine neue Richtung gelenkt und dazu noch der Ideologie viel mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Euronymous (und sicher auch andere) waren vom Death Metal und dessen kommerziellen Erfolg ziemlich angepisst.
Mir schwirrt jetzt noch einiges im Kopf rum aber ich muss erstmal schlafen.

Achso und eins fÀllt mir noch ein:
Emperor: Vorband war Thou Shalt Suffer (na? Richtig! Death Metal)

Wobei ich schon sagen wĂŒrde, dass die einzige musikalische Neuerung im Vergleich zu den Alben Nr. 2 und 3 von Bathory in den teilweise wirklich rasend schnellen Blast Beats bestand, so neu klang das doch ansonsten zumindest bei Darkthrone nun wirklich nicht (bei Bands wie Emperor oder Enslaved - auch wenn letztere streng genommen nicht zum Black Metal gehören - sah das natĂŒrlich schon wieder anders aus).


Naja das Gitarrenspiel unterscheidet sich auch schon sehr von einander. Bathory hatten eher diesen tiefen (thrashigen) Sound, wÀhrend das typisch norwegische diese kalten, sÀgenden Gitarren waren. Das war damals was völlig neues.

Gut, StĂŒcke wie "Women Of Dark Desires" oder auch "Chariots Of Fire" klingen schon noch sehr nach Thrash (letzterer allerdings nicht mehr ganz so typisch), aber der Sound (und Gesang) der Scheiben ist schon nĂ€her am 2nd Wave Black Metal als an allen mir bekannten Thrash Alben (nur nimmt man eben auch noch BĂ€sse war), finde die Gitarren da (wo sie nicht so tief tönen) sehr wohl absolut "sĂ€gend". Außerdem haben z.B. "Call From The Grave", "Reap Of Evil" und "Enter The Eternal Fire" doch schon fĂŒr spĂ€teren Black Metal absolut typische Gitarrenriffs und "Equimanthorn" wĂŒrde ich auch schon als "richtigen" Black Metal Song bezeichnen.
Sicher, Bands wie Mayhem oder Darkthrone haben dann halt die typischen Thrash-Elemente komplett weggelassen, aber etwas wirklich Neues hinzugefĂŒgt haben sie meiner Meinung nach (in den frĂŒhen 90ern noch) nicht, es ist halt nur alles noch reduzierter, bzw. stilistisch einheitlicher als bei Bathory.


Dörk hat geschrieben:Warum wĂŒrdest du denn Enslaved nicht zum Black Metal zĂ€hlen? Da passt doch alles.

Enslaved haben sich doch selbst nie als Black Metal Band gesehen. Klar, es gibt da vor allem bei den frĂŒhen Alben viele musikalische Parallelen (allerdings hatte damals keine Black Metal Band KlargesĂ€nge), aber die ganze thematische Ausrichtung ist doch eine ganz andere, daher ist's halt Pagan/Viking Metal.


Equimanthorn ist schon recht typisch Black Metal, deswegen ist es ja auch Black Metal der ersten Generation. :-D Er hĂ€tte noch die ganzen Soli weglassen sollen. Da kommt dann doch die traditionellere Schiene noch zum Vorschein. Die ÜbergĂ€nge sind auch fließend. Wie ich oben schon schrub, haben Second-waver den Stil "weiter"entwickelt und dabei eine ganz eigene AtmosphĂ€re geschaffen.
Ein Kumpel hat mir mal erzÀhlt, wie geflasht er Anfang der 90er war, als er das erste mal A Blaze In The Northern Sky gehört hat. Dieser Sound war was völlig neues.
Und diese kalte AtmosphÀre der Norweger-Alben findet man auch nicht bei Bathory.

Enslaved:
Ok, sie haben sich vielleicht selbst nie als Black Metal Band bezeichnet. Aber ihre Musik, Splits mit emperor und Satyricon und vikingligr veldi auf Deathlike Silence Productions sprechen eine eindeutige Sprache. Die wollten sich eben eine eigene Schublade schaffen, weils vom thema passt. Deswegen bleibts trotzdem Black Metal. Helheim und Hades sind fĂŒr mich auch Black Metal.
Benutzeravatar
Dörk
Villain-EP-Original-Besitzer
 
 
BeitrÀge: 855
Registriert: 21. April 2010, 17:22
Wohnort: A Mansion In Darkness


VorherigeNĂ€chste

ZurĂŒck zu Heavy Metal Universe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 43 GĂ€ste