Schnuller hat geschrieben:hellstar hat geschrieben:Schnuller hat geschrieben:hellstar hat geschrieben:Schnuller hat geschrieben:Gestern lief neben der neuen Poltergeist auch dieses Teil mal wieder. Eine der besten produktionen von Harris Johns wĂĽrde
ich mal sagen. die Drums sind der Hammer, obwohl Witchhunter dran sistzt.

Was gibts am Witchhunter auszusetzen?
Nix, die Aussetzer hatte er ganz alleine.

Das machte doch Sodom unter anderem aus!

Richtig, ein Alleinstellungsmerkmal. Wenn ich das scheiße finden würde, würde ich es mir nicht anhören. Amüsant ist es trotzdem.
Sodomy And Lust werde ich wohl auf jeden Fall in 3 Wochen im Lowbrow ind Darmstatd laufen lassen mĂĽssen...

Alte SODOM sind halt einfach jenseits jeder Kritik. Was der Witchhunter oder wer auch immer von den Beteiligten da im Detail und tatsächlich spielt ist völlig nebensächlich. Diese EP ist das letzte Knöchelchen auf dem miefig-räudigen Berg satanisch hingeopferter Körper und Seelen, welchen Sodom bis dahin angehäuft haben. Danach waren sie nur noch verdammt großartig, davor komplett unmenschlich.
Bei mir lief (nicht nur heute, sondern so in den letzten Tagen):

Die Kommentatoren im Neuzugängethread hatten natürlich völlig Recht. Ein geniales, perfektes Album und wahrscheinlich eine der stärksten traditionellen Heavy Metal Scheiben der 90er (mit zugegebenermaßen wenig ernsthafter Konkurrenz. Könnte man eigentlich mal diskutieren). Ganz wundervolle Leads, Harmonien und Strukturen und eine zeitlos schaurige Stimmung. Etwas näher an den King Diamond Alben vielleicht. Meine Faves sind (aber nur knapp) "Egypt", "Is that you, Melissa" und natürlich "Return of the Vampire". Eigentlich hat die Scheibe nur eine Schwäche, nämlich dass sie nicht "Nuns have no fun", "Melissa" und "Don't break the oath" ist.

Nach dem Konzert neulich in Erfurt mal wieder völlig aufm Trip. Gesellt sich natürlich perfekt zu Mercyful Fate, da enorm davon beeinflusst. Black Metal, der ohne Umwege direkt aus dem Heavy Metal und Hard Rock kommt. Ich liebe die abwechslungsreichen Songabläufe und die Riffs, die gleichzeitig catchy und total evil sind. Und natürlich die gleichsam okkulte, traditionelle und trotzdem 666% untrendige Ausstrahlung. Glaube, das hier ist ihr bestes Album (mit knappem Vorsprung vor dem Rest) und das letztjährig erschienene Album muss wohl doch noch ins Haus. Neben Sabbat (Japan) und Nifelheim die einzige, komplett zuverlässige Black Metal Konstante über alle Jahrzehnte, die mir grad einfällt.

Ich hab es schon öfter gesagt und sag es immer wieder: Es gibt für mich nur drei alte Death Metal Bands, in deren Diskographie man völlig wahllos reingreifen kann und man erwischt immer die bösartig klassische, finstere Vollbedienung
ohne Verschleißerscheinungen, Qualitätsabfall oder Routine (Prinzip siehe Mortuary Drape halt). Das ist der Unterschied zwischen old school einerseits und retro bzw. Stil/Image-Verwaltung andererseits. Ich rede von Sadistic Intent, Pentacle und eben MORTEM. Perfekter Death Metal, gespeist aus der ureigensten Essenz dieses Genres, wie sie von frühen Slayer, Possessed, Morbid Angel, Necrovore, Massacre und Death in der Hölle gekocht wurde. Jede Veröffentlichung beschwört dies unmittelbar herauf.
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Hier spare ich mir jedes Gelaber.

Kannte das Album überhaupt nicht bis vor ein paar Wochen. Lass ich als preiswertes Originaltape natürlich nicht stehen. Geiles Ding, eigentlich nur wenig schwächer als "Blessing in disguise". Muss aber noch öfter in den Toaster.

Das frischeste Vöglein in der Voliere. Ich find's nur genial, kommt sicher in meine Jahresliste. Der von einigen bemeckerte Sound ist in der Tat höchst seltsam. Unbalanciert, muffig, wenig Tiefen. Sehr kauzig. Aber auf diese geile Art kauzig, wie bei Manilla Road, Cirith Ungol usw. Der Stoff hat echt Persönlichkeit, geil kantige Riffs und Melodien direkt aus der Antike (in der Sandalenfilmversion natürlich, sonst macht's ja keinen Spaß). Bisher der beste traditionelle Heavy Metal, der mir dieses Jahr zu Ohren kam und ich habe diesen Cirith Ungol/ Warlord/ frühe Queensryche/ Lords of the Crimson Alliance/ frühe Manowar/ Tyrant und was weiß ich Sound und Style bei Newcomern echt vermisst.
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Ich find echt alles von der Band gleich gut und der Weg von Mortuary Drape hierher ist nicht weit. Hab die Demos und EPs gestern gehört, die beiden Alben sind heute dran. Mal gefällt mir die "Häxan", mal die "Henbane" besser und was ich von der ganz neuen gehört habe hat mich auch sofort angesprochen. Die "Häxan" war mein Einstieg und obwohl der Stil stark an Necromantia und eben Mortuary Drape erinnert ist das Album in der aktuellen Black Metal Landschaft doch recht einzigartig. Riffig zwar und rhythmisch stark akzentuiert, trotzdem kaum songorientiert. Es entsteht eine ekelhafte Atmosphäre ohne im eigentlichen Sinne herkömmliche atmosphärische Elemente zu verwenden (was sonst im Black Metal ja ganz gerne Keyboards, traurige Billigmelodien, Bienenschwarmgitarren und völlig bassfreier Sound sind). Hier gibt's ein völlig unhippe Texte (+ Image), überhaupt gar keine nach außen getragene dumme statements und Angebereien, dafür knurrig blutdurstiger Ritualsound. Als ich das erste Mal das komische Gewimmer zu Beginn den letzten Songs hörte (es war mitten in der Nacht und ich hatte aus Versehen die zweite LP zuerst aufgelegt) gings mir schon kurz mal kalt den Rücken runter. Herrlich.

Ganz wunderbarer, Prog./Psych Rock. Mit Orgeln. Und ein wenig 60s Harmonien. Sehr authentisch das Ganze, kein verkopft steifer Altherren- und Nerdkram. Profis würden vll. Pink Floyd Anleihen raushören. Ich habe davon keine Ahnung und finde statt dessen einfach die Songs und den Sound großartig. Viel eingängiger und süchtig machender als man denken könnte. Das Album macht es einem wirklich überhaupt nicht schwer, obwohl es alles Andere als primitiv ist. Wie geht das? Auch einer der Jahressieger.

Weil's nich druff steht: GRAVE MIASMA - Odori sepulcorum
Sehr lange nicht gehört aber über Mortuary Drape/ Cultes des Ghoules usw. endlich mal wieder drauf gekommen. Einerseits massiv, finster, abgründig... Aber kann mich nicht im Ansatz so begeistern wie die "Exalted emanation" EP. Einfach, weil es auf Albumlänge etwas langweilig wird. Ideen und Herangehensweise sind zwar höchst einnehmend, aber eben auch begrenzt. Den Stil der EP nur auf Albumlänge gestreckt langt da nicht so ganz zum modernen Klassiker. Die aktuelle EP hab ich daher bisher auch nicht gekauft. Mal hören...
Und zuletzt noch die neue PENTACLE/ SADISTIC INTENT Split (hab kein Bild gefunden). Bin ich froh, dass es das Ding endlich gibt. Läuft natürlich grad mehrmals täglich. Pentacle haben vielleicht ein klitzekleines bisschen nachgelassen (wie auch auf den anderen beiden Splits), da könnte soundtechnisch und kompositorisch ein wenig mehr gehen. Der Spirit - oder das "ancient feeling", um im Jargon der Band zu bleiben - ist natürlich ungebrochen. Sadistic Intent dagegen sind und bleiben das am besten gehütete Death Metal Geheimnis überhaupt. Eine zeitlos gewalttätige Macht. Mal wieder schön viele, krachende midtempo Riffs. Hoffe, ich kann nen Gig auf der baldigen Tour mitnehmen.