Prosit Neujahr, ihr alten Sacknähte!
Bei mir ist pünktlich zum neuen Jahr nicht nur eine saftige Herrenerkältung mit Schwerpunkt Kopf ausgebrochen (schön mitten im zweiwöchigen Urlaub. Danke Merkel!), sondern auch der US Metal Virus. Vll. war auch gar nicht die Ansteckungsgefahr, sondern der permanet hohe Gesang Schuld daran, dass meine Madame Tag und Nacht lieber in ihrer Bude verbringen möchte. Eierkneiferstimmen machen einsam. So tönt's in des Kommandöhs Saustall:
FATES WARNING - The spectre within
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SIREN - No place like home
Pure Magie. Es gibt, obwohl der musikalische Ansatz vll. ungefähr mit Queensryche, Heir Apparent, Exxplorer oder Glacier verglichen werden könnte, einfach kein Album, das so klingt wie das hier. So seltsam, so kühl. Wie aus einer anderen Welt. Kann ich nur alle Jubeljahre mal hören.
CRIMSON GLORY - s/t
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CULPRIT - Guilty as charged
Geil, aber auch ein bisschen orientierungslos und daher stellenweise durchwachsen. Doch allein schon das frühe Erscheinungsdatum lässt mich staunen, weil hier alle Merkmale des typischen US Stils schon so ausgeprägt sind.
NASTY SAVAGE - s/t
Meine liebste Sparte des US Metal sind immer noch diese wenigen, gemeingefährlichen, bösartigen, gewalttätigen Bands, die auf unterschiedliche Weise Heavy Metal mit Wumms und Geschwindigkeit vergiften. Nasty Savage sind da für mich ein Paradebeispiel. Gott ist nicht hier. Andere Bands, die mir dieses Feeling geben, sind Blessed Death, Powerlord, Iron Cross (leider nicht in meiner Sammlung), Thrust und Tyrant (ja! auch da ist Gott nicht da!

) und die werden alle noch hier in den nächsten Urlaubstagen wüten.
sowie diverse youtube Zugriffe auf einzelne Liedlein von Legion, Letching Grey und Crillson, bis denn die Scheiben in den Besitz eingehen werden.
Zwar nicht aus Amerikanistan, aber trotzdem Ultrawachs, das ich mir heute pechschwarz auf den Teller schmiedete:
BATTLEROAR - s/t
Nach wie vor mein Favorit der Band und seit Äonen nicht gehört. Das hat eine naive, unreflektiere Magie, die ich damals geliebt habe und die für mich noch heute den Hauptgenuss daran ausmacht, sonst würde ich die Band wahrscheinlich gar nicht mehr beachten (was ich mit dem letzten Album schon eh nicht mehr getan habe). Pappiger Sound - egal. Lustiges Englisch - egal. Kinderbuchartwork - egal. Voller Klischees - egal. Heavy Metal ohne einen Hauch von Orientierung in der Gegenwart, ohne eine Spur Coolness. Hach, diese kurzen, glorreichen Tage des sogenannten Epic Metal sind unwiederbringlich.
SATAN - Caught in the act
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IRON KOBRA - Dungeon Masters
Weiß nicht, ob ich die hier oder das zweite Album besser finde. Tendiere leicht zum Debüt (vom oberkultigen Demo ganz zu schweigen). Als ich diese Band zum ersten Mal hörte, war ich schon ergriffen, weil das alles so unglaublich rotzfrech Metal ist, der sich in all seiner Kauzigkeit und Freude präsentiert und auch nicht versucht, die eigenen Mängel zu übertünchen. Hier ist alles echt, egal auf welcher Veröffentlichung. Und "Metal Rebel" gerbt einem den Skalp vom Haupt. So.
ah, und vergessen, weil's so derb obskur klingt:
GHOST TOWER - Head of night
Weiß bis heute nicht recht, was ich damit anfangen soll. Völliger seltsamer Stil und Sound, vll. am ehesten als Prog Metal zu bezeichnen. Glaube, es bestehen personelle Überscheidungen mit Borrowed Time und Demon Bitch, was zumindest im Ansatz das Durchgeknallte erklären könnte.