Bizarre Reverend hat geschrieben:Ich höre gerade mal wieder Distant Thunder und der Song "Welcome the End" erinnert mich von der Machart derart an GammaRay, das gibt´s doch nicht
Geht´s jemandem ähnlich?
An sich eine wirklich gute Scheibe.
Ja, aber das hat doch damals auch in vielen Reviews gestanden. Mit dem Opener hat sich die Herr Rivera keinen Gefallen getan, ansonsten finde ich, dass die Scheibe ein sehr würdiger Helstar-Output ist.
Meine Meinung von damals gilt auch heute im Großen und Ganzen noch:
<!--QuoteBegin-Cthulhu vor fast 4 Jahren+--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>
QUOTE (Cthulhu vor fast 4 Jahren)</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteEBegin-->Weil ich einen tierischen Kater hab' und sonst nix zu tun, nerv' ich Euch jetzt mal mit einer Einzelbewertung der Distant Thunder-Songs. Jaja, ich weiß, die Scheibe ist schon ein alter Hut, aber wat mut dat mut.
1.
The Day Upon You - Gutes Intro, nicht kitschig, passt zur allgemeinen Stimmung.
2.
I Welcome The End - Puh! Der gute James macht es einem am Anfang verdammt schwer. Der Opener ist ein guter Melodic-Speed-Song mit einem typischen Refrain. Nicht mehr und nicht weniger. Außerdem hab' ich irgendwie das Gefühl, der kleine Mann singt hier etwas kraftlos. Für mich der schwächste Song des Albums. - 7,5/10 Punkte
3.
Soulless Inventions - Jetzt geht's richtig los! Was mir sofort aufgefallen ist, dass Herr Rivera hier, im Gegensatz zu den Destiny's End-Veröffentlichungen, wieder vermehrt durch die Gegend screamt und überhaupt wieder variabler singt (Ob da wie schon bei Seven Witches der gute Jack Frost positiv eingewirkt hat? <_<). Sehr genial. Der wahre Opener - 9/10 Punkte
4.
Hopeless Creator - Lang' hat's dieses Jahr gedauert, aber da isser: Mein persönlicher Heavy Metal-Sommerhit 2004. Ein Jahrhundertsong!!!! Die bridge und der pre-chor steigern den Song bis zu einem gigantischen Refrain, der mir trotz seiner Einfachheit jedesmal Gänsehaut über den Rücken jagd. Die düstere Grundstimmung und die (selbstverständlich) über alle Zweifel erhabene Instrumentalarbeit tun ihr übriges. Hier stimmt einfach alles. - 10/10 Punkte
5.
Fire In The Skies - Der Song bleibt irgendwie nicht wirklich hängen. Und hat einen arg lustlosen Refrain. Weiß noch nicht recht, was ich davon halten soll. Muss ihn mir vielleicht noch etwas öfter anhören. Geb ich mal vorsichtige 8/10 Punkte
6.
Distant Thunder - Ja hm. Hier geht's wieder ein bißchen Richtung Stratovarius wie ich finde, was ja kein Makel sein muss. Auf jeden Fall ein schönes Stück, dass nicht langweilig wird (was bei Instrumentals ja immer die große Gefahr ist). Erinnert mich auch an irgendwas von Beethoven... - 8,5/10 Punkte
7.
Beyond The Black Field Of Stars - Macht irgendwie den Anschein eines Fillers. Zwar ein Filler auf hohem Niveau aber nicht so überragend wie beispielsweise der nächste Song. - 7,5/10 Punkte
8.
Lost In Time - Wunderbar! Der balladaske Einstieg, dann das klassische Riff, der wechselnde Gesang und dann der absolut mitsing- und mitbang-kompatible Refrain, der aber zu keiner Sekunde kitschig wirkt. Absoluter Live-Killer und teilt sich mit
Hopeless Creator die Pole Position - 10/10 Punkte
9.
Finding My Way - Sehr guter Ausklang des regulären Teils der Scheibe. Bei diesem Song zeigt James Rivera teilweise bisher ungehört fiese Facetten seiner Stimme. - 8,5/10 Punkte
10.
Run With The Pack - Mancher wird das Original lieber mögen und mancher vielleicht diese Version. Ich halt mich da raus.
11.
Restless And Wild - Wenn die Scheibe einen Makel hat, dann den, dass sie mit dem schwächsten Song anfängt und auch mit einem relativ schwachen Song aufhört. Von der Coverversion eines solchen Klassikers wie "Restless And Wild" hätte ich etwas mehr erwartet. Vor allem der Gänsehaut-Mittelteil (Ihr wisst schon: "Stay down - time will roll on. How do you feel when the night is gone..."), das Herzstück des Songs, kommt äußerst kraftlos rüber. Objektiv betrachtet ist zwar alles im grünen Bereich (der Gesang gigantisch) aber das Cover kickt nicht so wie das Original. - 7,5/10 Punkte
Insgesamt die bisher beste Platte dieses Jahres, auch wenn einzelne Songs neben den drei Meisterwerken (3., 4., 8.) "nur" gut aussehen. Mir gefällt außerdem besonders das absolut old school-Coverartwork, die (wie schon erwähnt) allgemein düstere Grundstimmung des Albums und diese perfekte Mischung aus Anspruch und Eingängigkeit (Destiny's End waren mir persönlich ein bißchen zu wenig "catchy".). Nicht zu vergessen, die astreine Produktion von Jack Frost. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass mal endlich die beiden ewigen Undergroundler Frost/Rivera die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Weil die Zusammenarbeit beider (sei's als Sänger/Produzent oder Sänger/Gitarrist) wirft anscheinend eine Monster-Platte nach der anderen ab. Wer das Distant Thunder-Debut und auch die letzte Seven Witches nicht in seine perönlichen Top-100 aufnimmt, ist selber schuld.

[/quote]
Anmerkung des Verfassers: Mit der im Schlußsatz angesprochenen Seven Witches ist die "Passage To The Other Side" gemeint. Das Nachfolgewerk war ja dann bekanntlich nicht mehr so prall.