So langsam ist die Zeit reif für Metal mit exotischem Feeling, daher auch das wachsende Interesse an DER russischen Metalinstitution,
ARIA. Ich weiß nicht, das wievielte Album das nun ist, die Band veröffentlicht seit 1985 kontinuierlich ihren melodiebetonten METAL, wer weiß, ich tippe auf das neunte oder zehnte Album der Moskauer. Und es ist wiedereinmal ein Hammer vor dem Herrn geworden. Melodischer Metal der völlig unschwul und unpeinlich klingt, ergreifende Gesangslinien, kraftvolles Riffing, ein Bombensound, weder zu clean noch zu dreckig, viel Abwechslung und das alles in mitreißenden Metalhymnen verpackt, die auch nach dem zehnten Anhören nicht langweilen, gibt es das heute noch? Aria schaffen dies mit Bravour. Alleine die irren Soli sind das Geld für die CD wert, welche es beim Metalglory Versand geben dürfte. Iron Maiden mußten bei dem einzigen Review in einem deutschen Magazin als Vergleich hinhalten, naja, die Einflüsse dieser englischen Institution haben Aria nie verleugnet, aber sie haben es geschafft, ihren völlig eigenen Klang zusammenzubasteln, seit dem 85er Debüt. Schon der gigantische Sänger mit seinen grandiosen Intonationen und seiner einzigartigen Stimme sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Dazu kommt das typisch russische Feeling, welches auch der dortigen Folklore innewohnt, etwas schwermütig, aber dennoch beschwingt. So macht Metal wieder Spaß, nachdem hunderte von klassikinspirierten Truppen auf den gleichen Tonleitern herumritten und mit ihren austauschbaren Standartsymphometalliedchen zu nerven wußten. Aria umschiffen all jene Klippen gekonnt. Ihre Seele brennt für den Stahl und das hört man ihnen an. Die infernalische Leidenschaft, mit der diese CD eingetrümmert wurde ist nur noch selten, vorallem kaum bei melodischen Metalbands zu finden.