Brainstorm: Unholy

"Boh, is' das geil!!" Dieser zugegebenermaßen nicht gerade objektiver Ausspruch entfleuchte mir bereits nach einmaligen Hören des zweiten Songs "Holy War", der mich a) unverschämterweise an die ehemaligen Power-Metal-Götter Vicious Rumors erinnerte ("On The Edge" läßt grüßen) und b) meinen Schädel unwillkürlich in immer dieselben zwei Richtungen schnellen ließ (sprich: ich bangte mir die Seele aus dem Leib). Unglaublich druckvolle, zweistimmige Gitarrenläufe, origineller, powervoller Gesang, Riffs zum Heulen schön und hart und Refrains, die im Ohr hängen bleiben. Im Gegensatz zum einerseits recht annehmbaren, doch recht eintönigen Debüt "Hungry" hat sich die Band um mindestens 200% gesteigert und zählt bereits jetzt zu einer der besten Power-Metal-Hoffnungen dieses unseren Landes. Das Ungewöhnliche an Brainstorm ist neben den enorm ausgereiften Kompositionen die Tatsache, daß sie keinesfalls deutsch klingen (ein Fakt, gegen den ich eigentlich nie etwas habe), sondern eher an die guten alten US-Metal-Bands der Achtziger im Soundgewand der Neunziger (Killersound!) erinnern. Anspieltips neben dem bereits erwähnten OBERKNALLER "Holy War": das breit inszenierte "Don't Stop Believing", der Nackenbrecher "Heart Of Hate", sowie eigentlich jeder andere Song auf "Unholy". Fazit: 14 Punkte mit Tendenz zur Höchstnote!! VICIOUS POWER FOREVER!!

 

(c) 1998, Michael Kohsiek

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