Cage : Darker Than Black
M-E-T-A-L!!!!
Amistahl
vom Allerfeinsten gibt es auch auf der Dritten von San Diego’s Finest, und da
das dritte Album ja bekanntlich immer höchst entscheidend sein soll, kann ich
nicht anders als Cage eine goldene Zukunft zu prophezeihen. Nach kurzem
Intro knüpft der Fünfer nahtlos dort an, wo er auf dem letzten Klassescheibchen
“Astrology” aufgehört hatte. Klassischer Edelstahl, wie ihn die Judaspriester zu
Bestzeiten nicht stärker hätten schmieden können, tönt uns da mit dem abartig geilen
“Kill The Devil” entgegen! Sean Pecks Stimme schwingt sich wieder mühelos in
die höchsten Tonlagen hinauf – neben Jacques Belanger von Exciter und Ralf Scheepers
von Primal Fear sicher DER würdige Nachfolger eines Mannes wie Rob Halford!
“Chupacabra”
legt gleich ordentlich nach, und als ob Peck den Albumtitel zusätzlich untermalen wollte, röchelt der
Mann gleich mal ultrafies ins Mikro. Möchte ich nicht immer von ihm hören, aber
so zur Abwechslung kommt’s - im Gegensatz zu manchem Black Metal-Shouter, der
nur noch wie eine abgestochene Sau (sprich: total lächerlich) daherkommt –
nicht schlecht! Zumal bereits das folgende “Blood of The Innocent” wieder voll
und ganz auf Hymne umschaltet, was überhaupt DAS Stichwort dieses Albums sein
muß. Hymnen, Hymnen und dann zur Abwechslung mal wieder ‘ne Hymne! Ob ich jetzt
“Philadelphia Experiment” anwähle, das göttliche “Eyes Of Obsidian” oder das
überlange “Wings of Destruction”…es tönen einem wirklich NUR zukünftige Klassiker
entgegen, für die Glenn Tipton wahrscheinlich töten würde. Umd nicht nur er,
nein, auch sein zuletzt wesentlich erfolgreicher operierender Ex-Kollege Rob
Halford und sein jüngeres Material werden hier schlicht und ergreifend
deklassiert.
Kurz: das
Teil ist Pflichtprogramm für jeden etwas auf sich haltenden Banger und mit
weitem (!) Abstand das bisher beste Album des Jahres. Anspieltips: alles. Und
wer das jetzt nicht kauft, ist ein Wimp und Poser…J
(c)2003, Ernst Zeisberger