Manowar: Hell On Wheels - LIVE

Ein faszinierendes Dokument der einzigartigen Karriere der New Yorker Vorzeige-"True-Metal"-Band erscheint diese Tage unter dem verheissungsvollen Titel "Hell On Wheels". Ich habe die Band bisher drei Mal live sehen dürfen und war jedesmal etwas enttäuscht von der Kürze und dem Sound der Shows. Daher war ich auch sehr überrascht von der Klasse dieses Doppelalbums, finden sich doch sage und schreibe 23 (!) fast ausschliessliche Klassiker auf den CD's. Dabei wurde jedoch nicht auf das Material nur einer Show zurückgegriffen, vielmehr fügte man Aufnahmen aus diversen Städten Europas zu einem homogenen Ganzen zusammen. Der Sound ist auch genial geworden, so dass Metal-Fans, die die Band noch nie live erlebt haben, einen wahrhaft göttlichen Querschnitt der DeMaio'schen Kompositionsvielfalt erhalten. Vom obligatorischen Opener "Manowar", über Klassiker der Marke "Kill With Power", "Sign Of The Hammer", "Blood Of My Enemies", "Army Of Immortals", "Thor The Power Head", "Black Wind Fire And Steel" (Killer!!) und "Hail And Kill" hin zu Songs neueren Datums wie der Ballade "Courage", der Hymne "The Gods Made Heavy Metal" , dem beschwörerischen "Spirit Horse Of The Cherokee" und "Return Of The Warlord" ist alles enthalten, mehr kann man vom ersten Livealbum der Metallegende wirklich nicht erwarten. Zum Abschluß gibt’s natürlich eine der wohl grossartigsten Hymnen der Metalgeschichte: "Battle Hymn". Dieses Album steht bei mir schon jetzt auf einer Stufe mit den beiden Livealben von SAVATAGE, "Live After Death" von Iron Maiden, "A Show Of Hands" von Rush, "Decade Of Aggression" von Slayer und "Another Lesson In Violence" von Exodus. MUSS man haben!

 

 

(c) 1997, Michael Kohsiek

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