Skylark : Divine Gates Part II - Gate Of Heaven

Da wär'n wir wieder. Part II der "Divine Gates"-Serie, deren erster Teil Anfang des Jahres mein erster Beitrag für diese Seiten war. Und wie damals prophezeiht, hat's natürlich wieder "ein bißchen" länger mit der Veröffentlichung gedauert als ursprünglich geplant. Getan hat sich recht wenig seit damals - die beiden Alben klingen sich so ähnlich, daß ich vermute, daß man die Saga auch locker als Doppelalbum hätte herausbringen können. Die Produktion ist nach wie vor bestenfalls mittelmäßig, an ein klasse Royo-Fantasy-Cover hat man auch wieder gedacht, und auch musikalisch liegt man nach wie vor zielstrebig auf der bombastischen Barock-Metal-Linie irgendwo zwischen Rhapsody und Yngwie, schafft es aber auch diesmal nicht, den bandeigenen Höhepunkt "Dragon's Secrets" zu toppen.

Trotzdem sollte jeder alte Fan der Italiener "Gate Of Heaven" nicht im Regal verstauben lassen - schließlich wurde ein gewisser Standard auf Skylark-Alben noch nie unterschritten, und auch das neue Album macht hier keine Ausnahme. Mir persönlich gefällt "Gate Of Heaven", auf dem wiederum einige Gastsänger wie Rob Tyrant (Labyrinth) und Folco Orlandini (Mesmerize - wo bleibt die zweite?)  für die bitter nötige Abwechslung sorgen, sogar 'ne Ecke besser als der direkte Vorgänger. Nur beim nächsten Mal sollte sich die Band vielleicht mal was Neues einfallen lassen. Na ja, immerhin hält der grausige Erzähler diesmal im wesentlichen die Klappe.

Anspieltips: das mit einem hitverdächtigen Chorus ausgestattete "Insanity Is The Truth" und die ellenlangen Epen "Lady Of The Sky" (mitreißende Gitarrenarbeit!) sowie "The Heaven Church". Da die Scheibe diesmal sogar hierzulande im Laden steht, kann man das sogar mal wirklich anspielen...;-)

(c)2000, Ernst Zeisberger 1