W.A.S.P. : Dying For The World

Business as usual im Hause Lawless. “Dying For The World” ist, genau wie sein direkter Vorgänger “Unholy Terror”, ein solides Stück Metal, das zwar Peinlichkeiten wie zu “KFD”-Zeiten souverän vermeidet, aber andererseits auch nichts bietet, was die Jungs nicht irgendwann in den letzten fuffzehn Jahren nicht schon mal stärker auf die Pfanne bekommen hätten. Immerhin orientiert man sich an meinem persönlichen Favoriten “Crimson Idol”, bis hin zu der fast 1:1 übernommenen Kopie von “The Idol” unter dem Titel “My Wicked Heart”. Lediglich das Tempo hat man hier etwas angezogen, ansonsten ist die Ähnlichkeit so deutlich, daß ich nicht mehr an zufall glauben mag. Der eingeschobene Mitsing-Part stammt allerdings aus “Chainsaw Charlie”…

Auch sonst strotzt man nicht gerade vor Inspiration. Oder warum hat man sonst die keinesfalls überragende Ballade “Hallowed Ground” gleich zweimal (einmal davon akustisch) verwurstet?Bei nur zehn Songs insgesamt gibt einem das schon zu denken.

Na ja, der Rest ist gewohnt kompetente, in der x-ten Wiederholung allerdings nicht mal mehr ansatzweise spannende W.A.S.P.-Kost, die Neueinsteigern vielleicht besser schmecken mag als mir. Warum diese allerdings nicht mit einem der Klassiker einsteigen sollten, kann ich auch nicht sagen…W.A.S.P. brauchen, mehr noch als sogar Running Wild, dringend mal ‘ne kreative Pause.

(c)2002, Ernst Zeisberger

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