Die Musik wirkt freilich durchweg gefällig, ist auch sauber und professionell produziert und punktet mit etlichen eingängigen Refrains, etwa beim Opener „Autumn Leaves“, aber doch breitet sich ab dem dritten, vierten Hördurchgang gepflegte Langeweile aus. Ob es am durchweg in mittlerer Tonlage gehaltenen, emotionsarmen Gesang liegt, an wenig innovativen Songtiteln wie „Dreams“ oder den Riffs, die zwar solide aber dennoch irgendwie, irgendwo schon mal gehört aus den Boxen dringen, ist dabei letztlich egal. Fakt ist, dass sich Isole mit Throne of Void zwar nicht verstecken müssen, allerdings gegen die Epic Doom Champions League deutlich den Kürzeren ziehen. Monotonie kann – insbesondere im Doom – durchaus ein gewünschtes Stilmittel sein, doch auf Throne of Void stellt sie sich unfreiwillig ein. Die Musik berührt nicht. Sie wirkt steril und lässt den Hörer letztlich kalt und auch irgendwie ratlos zurück.
Aus dem Sacred-Metal-Archiv · Black · Death · Doom · Gothic
Isole – Throne of Void
Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.
