Doch, wie es der Zufall so will, fiel mir Warbringers Debüt vor einigen Tagen wortwörtlich vor die Füße und bettelte förmlich darum, aufgelegt zu werden. Gesagt getan - und mittlerweile find ich die Band viel besser, um nicht zu sagen, richtig gut. Sicherlich ist der Weg noch weit, um zu Epic-Heroes wie DoomSword oder gar Manilla Road aufzuschließen, doch macht man schon vieles richtig. Im Intro wird aus "Conan" zitiert und Songtitel wie "Bringer of War", "Rowena" oder "The Curse Of The White Wolf" lassen nur den einen Schluss zu: hier wird Metal gelebt und geliebt. Produktionsverfechter werden bei Warbringer selbstverständlich wieder ihre Näslein rümpfen (hört doch weiter eure Hochglanzplatten), den streng genommen klingen Warbringer auch nicht besser als die letzten Manilla Road-Sound-Katastrophen. Aber so klingt es halt, wenn man selber ins Studio geht, seine Instrumente einstöpselt und ohne Computerprogramm aufnimmt.
Songs können Warbringer aber schon schreiben. nachzuhören beispielsweise beim von schönen Akustikpassagen unterbrochenen Epic-Brecher "Rowena" oder dem variablen "Whispers", das gegen Ende die Geschwindigkeitsschraube richtig anzieht.
Fans von Cirith Ungol, den bereits mehrfach erwähnten Manilla Road, ganz alten Manowar, der Atmosphäre des ersten Sacred Steel-Albums oder diversen anderen Undergroundobskuritäten dürften jedoch mit der mir nur als CDR mit farbkopiertem Cover vorliegenden Scheibe ihre helle Freude haben!
Kontakt: www.bringersofwar.com
