Sacred Metal

Aus dem Sacred-Metal-Archiv · Power · US · True Metal

Judas Priest - Machine Man EP

Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.

Nun, jedem sollte inzwischen zu Ohren gekommen sein , das die neue Judas Priest eine zwiespältige Angelegenheit geworden ist! Während Traditionalisten sicher: ''Priest is Dead'' schreien, so wird sich durchaus auch eine neue Käuferschicht finden, die entzückt die kommende Platte loben wird und dann noch diejenigen die, die jetzige Priest Phase als vollkommen normal empfinden (Industrial Heinies, New Metal Kiddies  oder einfach nur ''open minded people''! PFUI, PFUI, PFUI!!! -Michael) , angesichts der Priest Historie.  Normal? Auf der einen Seite klar...man erinnere sich an ''Turbo'', wo Priest auch experimentiert haben!  OK, mag sein, doch das ganze wirkt unnatürlich, passt nicht ins Bild von den (ehemaligen) ''Metal Göttern JP''!

Man hat bei den beiden Songs immer das Gefühl, als würden Priest zwingend versuchen modern zu wirken und kleistern den gesamten Sound mit einer äußerst modernen Produktion zu und kaschiert ihn mit ''Insutrial''-artigen Passagen!

 Ich bin mir ziemlich sicher das ''Machine Man'' und ''Subterfuge'' im klassischen Priest Gewand sehr gute Songs wären, denn am Potential scheitert es ganz sicher ned, das hört man immer wieder heraus! Doch leider ist das nun halt wirklich ned Priest (auf Turbo hingegen war trotz des experimentellen Sounds klar, wer das ganze geschrieben hatte)!

 ''Machine Man'' is ganz klar das schwächere Stück, und als ich ''Motherfucker'' im Chorus hörte war ich doch leicht geschockt. Ich finds objektiv betrachtet ziemlich dröge, obwohl es sicher prägnant für das Album stehen dürfte.

Der zweite Song ''Subterfuge'', der laut den Jungs eine absolute Metal Hymne sein soll, ist da schon interessanter, doch ganz sicher keine fesselnde Hymne im Stile von z.B. ''Painkiller''. Das Riffing ist gut, aber leider zu modern... Man muss über beide Stücke sagen, dass ihnen ganz klar der Biss fehlt, wenn man mal die Vorurteile bei Seite räumt, ausserdem finde ich Tim Owen's Stimme ziemlich eintönig; immer die selbe Tonlage, keine Kopfstimme, keine Screams.

Für solch einen Sänger viel zu wenig!

 Man bleibt also der mit ''Jugulator'' eröffneten Stilrichtung treu und geht noch einen ganzen Schritt weiter! Ob das positiv oder negativ zu betrachten ist, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Eins steht fest: dieses Album wird das Priest-Lager entgültig spalten!

 

Flo ''Watchtower'' Niegel

← Zum Review-ArchivIm Board weiterdiskutieren →