Sacred Metal

Aus dem Sacred-Metal-Archiv · Power · US · True Metal

Emerald: Hymns To Steel

Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.

Das nennt man wohl einen Einstand nach Maß - nach dem an Virgin Steele-erinnernden Bombastintro "Preparing For Battle" legt der Quasi-Titeltrack "Hymn To Steel" gleich die Messlatte für die weiteren Songs recht hoch. Natürlich wird hier textlich der Metal glorifiziert - klischee, olé, aber Herrgott, so muss es halt auch mal sein und deshalb sind wir ja auch alle immer wieder hier. Wie ihre Brüder im Geiste, Majesty, greift man bei besagtem Opener auf den "typischen Manowar-Aufbau" zurück und baut einen gesprochenen "Epic-Teil" ein. Es ist jetzt müßig, alle weiteren Songs zu analysieren (das tolle "Revenge" mit seinen Maiden-Gitarren, das gelungene Crimson Glory-Cover "Azrael", das leicht an Warlord erinnernde "Empire Of Lies", bei dem Sänger Ivy jedoch  etwas an seine Grenzen stößt, die schöne Ballade "Will You Ever Return", etc.), denn eines enthalten sie alle: Zeitlosen Heavy Metal, der im Underground gut ankommen wird, der aber im Gegenzug gerade dazu prädestiniert ist, von den "großen" Magazinen lächelnd verrissen zu werden.

Eines noch: Die silbernen Vorgänger der Schweizer krankten ja immer ziemlich an den misslungenen Produktionen - ganz ist das Problem zwar noch nicht verschwunden (ein paar mehr Tiefen wären durchaus noch drin gewesen), aber das 2007er-Werk tönt schon mit Abstand am Besten von ihren Veröffentlichungen.

(c)2007, Michael Kohsiek

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