Angefangen vom tollen Cover (ein Bild des Malers Pieter Bruegel) hin zur Aufmachung (Booklet mit allen Texten) bis hin zur erdigen und klaren Produktion muss hier für Traditionsmetaller eigentlich alles stimmen. Sänger Luke Bernard hat zwar mit den ganz hohen Passagen manchmal ein paar Probleme, da er sich aber sowieso meistens in Dickinson'schen (Halb-)Höhen aufhält, fällt dies nicht weiter ins Gewicht. Songs wie der Ohrwurm "Eye For An Eye" ("Chaos, Insanity, Torments and Fear!"), der bei 2:50 mit einem reinrassigen Maiden-Bassbreak aufartet, der starke Opener "Dreamweaver", das getragen beginnende und phänomenal gesungene "Soldier Of Fortune" sowie der über acht Minuten lange Rausschmeißer "Rest In Peace" müssten in ein paar Wochen eigentlich ALLE regelmäßigen Leser diese heiligen Seiten auswendig mitsingen können. Und wer weiß - vielleicht sieht man die Band ja schon bald mal live auf den passenden Bühnen of Steel?
Ach ja: leider enthält "Destination Unknown" nur sechs Songs (sowie einen "Hidden Track" - ratet mal, von welcher band?) - die Spielzeit beträgt dennoch 44 Minuten. Hach, war das schön, als früher die Scheiben diese Länge nur selten überschritten... Oldschool also auch in dem Bereich!
