Sacred Metal

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Motörhead : Hammered

Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.

Sieh an, schon wieder Lemmy und Konsorten – hatte ich nicht erst noch unter dem Tannenbaum eine wunderbare DVD liegen? Motörhead sind auch weiterhin die einzige der alten Bands, die ihre Alben noch im herrlich beständigen Jahresrhythmus raushauen. Ganz zu schweigen von all den überflüssigen Live- und/oder Best-Of-Alben, die von einem der schätzungsweise siebzigtausend alten Labels des Trios bei dieser Gelegenheit immer auf den Markt geworfen werden…

Wie auch immer, “Hammered” heißt das neueste Machwerk und ist für Motörverhältnisse erstaunlich zahm ausgefallen. Speed-Bolzer der üblichen Liga gibt’s diesmal jedenfalls nur am Rande (“Brave New World”, “No Remorse”), statt dessen ist man grooviger, rock’n’rolliger und gelegentlich sogar mal richtig melodiös (man höre nur den harmonischen Chorusgesang des Openers “Walk A Crooked Mile”!) geworden. Ultracool gibt sich Lemmy in dem finsteren “Serial Killer”, das ansonsten ohne jede musikalische Untermalung daherkommt. Nettes Experiment.

Alles in allem gewohnt gut (um ein richtig schlechtes Album zu produziern, müßten sich die Drei wohl auch extra anstrengen), der letzte entscheidende Funke fehlt mir aber diesmal irgendwie genauso wie ein alles überragender Hit. Wenn auch Lemmy Geröhre in dem exczellenten Groover “Shut Your Mouth” schon eine Klasse für sich ist…

Trotzdem, kein Pflichtprogramm, aber Lemmys langjährige Fans werden sich auch nicht ärgern, wenn sie sich das Teil zulegen.

(c)2002, Ernst Zeisberger

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