Sacred Metal

Aus dem Sacred-Metal-Archiv · Power · US · True Metal

Rob Rock: Holy Hell

Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.

Da is’ er wieder, mein Lieblings-White-Metaller! Gleich zu Anfang bekomme ich aber einen gehörigen Schreck beim flüchtigen Blick ins Booklet. Erstens hat der Herr Rock seine gesamte Mannschaft ausgewechselt und zweitens: Mann o Mann, ist der gute Robert fett geworden! Verglichen mit der letzten Platte sind das ja schon fast Malmsteen-Ausmaße. Naja, Hauptsache die Stimmbänder sind noch in Form. Und bei Gott, das sind sie! Ich würde sogar sagen, der Mann liefert hier eine der besten Gesangsleistungen seiner Karriere ab. Die Platte rockt von vorne bis hinten. Klassischer Hard Rock/Heavy Metal, der seine Wurzeln tief in den 80ern hat. Jedem Traditionalisten dürfte die Scheibe runter gehen wie Öl. Die Hitdichte hat im Vergleich zu den letzten beiden, beileibe nicht schlechten, Solowerken noch mal zugenommen, so dass man guten Gewissens den ausgelutschten, aber hier zutreffenden, Satz sagen kann: No fillers, just killers! Ob der mit einem ungewöhnlich harten Riff ausgestattete Opener oder der liebliche Ohrwurm „Calling Angels“ (was für ein wunderbares Stück Musik) oder der Titelsong oder die neue Version von „I’m A Warrior“ oder oder oder....man findet einfach keinen Durchhänger. Was soll ich noch mehr sagen? Das Duo Rob Rock/Roy Z (co-Songwriting, Produktion, natürlich ;)) hat hier einen absoluten Klassiker des noch jungen Jahres abgeliefert. Jeder, der jetzt den Mann mit der töften Fönfrisur immer noch als Poser abtut, hat keine Ahnung, wie traditioneller Heavy Metal zu klingen hat. Nämlich genauso wie auf „Holy Hell“. Bleibt mir nur noch übrig, eine 100%ige Kaufempfehlung auszusprechen. Diese Scheibe ist ein absoluter Lichtblick in diesen, von Metal-Klassikern nicht gerade verwöhnten, Monaten.

(c)2005, Peter Kraus

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