Sacred Metal

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Twisted Tower Dire : Netherworlds

Historischer Originaltext. Angaben zu Veröffentlichungen, Preisen und Kontakten beziehen sich auf die damalige Zeit.

Twisted Tower Dire - klar, dieser Name steht jetzt auch schon eine nicht geringe Zeit für US-Metal der feinsten Sorte. Umstritten war lediglich ihr letztes Album "Crest Of The Martyrs", das so einigen Gralshütern des wahren Stahls (jaja, ich geb's ja zu, da zählte auch ich mich durchaus dazu) wegen seiner verstärkten Orientierung an europäischen Mainstream-Metal nicht 100% so klasse reinlief wie weiland die beiden überragenden Vorgänger.

Davon scheint die Band nicht unberührt geblieben zu sein. "Netherworlds" setzt jedenfalls wieder deutlich mehr auf die alte Schule - angefangen mit der bodenständigeren Produktion, und wenn man heuer denn noch Euro-Einflüsse heraushören möchte, dann müssen die von der Insel kommen. NWOBHM ist das Stichwort, gelle.

So weit, so gut; und so haben Twisted Tower Dire denn auch wieder einen ordentlichen Brocken Metal vorgelegt, alleine der letzte Funke, der aus einem guten ein überragendes Album macht, der hat sich nicht so recht entzünden wollen. Mag es an der verkorksten Situation im Bandlager liegen - Tony Taylor, der das Album noch eingesungen hat, hat die Band mittlerweile verlassen - die neun neuen Songs, inklusive Highlights wie den Opener "Starshine" oder dem direkt im Ohr verweilenden "Tales Of Submission" (goil!), unterschreiten ein gewisses Niveau halt nie, aber auf der anderen Seite sind wirklich überragende zukünftige Klassiker, wie man sie zu "The Isle Of Hydra"-Zeiten noch mehr als einmal aufgefahren hat, halt auch Mangelware.

Deshalb: so ihr bereits Fans der Amis seit, dann ist "Netherworlds" ein recht sicherer Kauf - you know what you get. Einsteigern allerdings würde ich an anderer Stelle, nun, einzusteigen raten.

(c)2007, Ernst Zeisberger

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