Erstklassigen US-Power Metal der Metal Church/Vicious Rumors-Liga zelebriert der Fünfer um Gitarrist Corbin King auf seinem zweiten Full-length-Release. Melodisch, aber immer kraftvoll durch kompromißlose "crushing" Riffs nach vorne gepeitscht, genau wie das sein muß. Und mit Neuzugang Kate French (ex-Chastain) am Mikro hat man das ganz große Los gezogen. Das sind, ähnlich wie letztes Jahr bei ihren Gesinnungsgenossen von Benedictum, paradoxerweise mal wieder female vocals mit Eiern. Kein Gequietsche, kein Gezirpe - wenn Genosse David T. damals nur vom Songwriting her überzeugender vorgelegt hätte, hätte die Dame für meinen Begriff schon an gute alte Leather-Tage anknüpfen können. Hier tut sie's nämlich...
Gut, vielleicht haben sich Vainglory mit dieser opulenten Spielzeit noch etwas übernommen - nicht jeder Song nämlich kann mit einer alles zerstörenden Granate wie dem genialen Up-Tempo-Opener "Walking Dead" mithalten. Aber 'ne gute Dreiviertelstunde Qualitätsstahl kriegt der geneigte Banger ja immer noch mindestens geboten. Auch wenn wohl noch etwas Raum nach oben bestehen mag...
