Epic Doom, Funeral Doom oder was?

Schreibt euch die Finger wund über das große Thema "Metal" - über neue Platten, neue Bands, Konzerte etc.

Moderator: Loomis

Beitragvon Oliver/Keep-It-True » 22. September 2008, 13:13

Wer oder was ist denn Jennifer Rostock? Ostdeutsche Bordsteinschwalbe?
"Valor pleases you, Crom...so grant me one request. Grant me revenge! And if you do not listen, then to HELL with you!"
Bild
Benutzeravatar
Oliver/Keep-It-True
Barbar
 
 
Beiträge: 17627
Registriert: 8. Januar 2004, 15:01
Wohnort: Biebelried


Beitragvon TexasInstruments » 22. September 2008, 13:18

Wäre besser mal eine geworden....
Bild

"Gut ist der Schlaf, der Tod ist besser - freilich
Das beste wäre, nie geboren sein."
Benutzeravatar
TexasInstruments
JOHN ARCH
 
 
Beiträge: 4467
Registriert: 22. Juli 2007, 20:58


Beitragvon Cimmerer » 22. September 2008, 13:19

DAS würde mich jetzt aber auch mal interessieren!
Cimmerer
JOHN ARCH
 
 
Beiträge: 3050
Registriert: 27. September 2007, 16:23


Beitragvon Acrylator » 22. September 2008, 13:19

Goatstorm hat geschrieben:
YYZ hat geschrieben: ...aber auch hier muss man doch unterscheiden. Sagen wir Bands wie die deutschen WORSHIP oder die Australier von MOURNFUL CONGREGATION...da hört man doch, dass die eindeutige Doom METAL-Einflüsse haben. Und selbst wenn nicht, diese Bands tragen doch diesen Doom-Spirit irgendwie mit sich, auch wenn auf eine andere Weise wie Gates Of Slumber zum Beispiel.

Wo denn?! Sag doch mal, WO diese Bands den "Doom Spirit" verkörpern?!

Funeral Doom ist einfach der aktuelle Hype. Letzlich geht's einfach nur wieder darum, ein paar Teenager mit Superlativen zu ködern. Bei Black Metal ging's drum, wer den schnellsten Drummer hat, wer die meisten Kirchen abgefackelt hat und wer die blasphemischsten Texte hat.
Jetzt wird mit Funeral die nächste Sau durch's Dorf getrieben und es geht jetzt eben darum, wer am langsamsten ist, wer die tiefsten Growls hat und wer die depressivsten Selbstmordtexte.

Das ist immer das gleiche Spiel. Es geht doch immer nur darum, den Leuten mit irgendwelchen neuen Extremen neue Differenzangebote zu schaffen und ihnen so das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die musikalische Substanz ist doch bei diesem ganzen pubertären Höher-Schneller-Extremer völlig sekundär. Das wichtigste ist, wer am krassesten ist. Und das ödet mich einfach nur noch an. Zumal es in den unterschiedlichsten Schattierungen schon tausendmal da war.


Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Funeral Doom Bands ihre Musik macht um damit irgendeinem Wettbewerb gerecht zu werden oder gar um damit Geld zu verdienen. Ich behaupte mal, die meisten machen es aus demselben Grund, wie Metal Bands aus anderen (nicht in erster Linie kommerziell orientierten) Genres - nämlich weil sie Musik lieben und selbst welche machen wollen die ihre Gefühle zum Ausdruck bringen.

Und du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass die meisten Metal-Teenager jetzt oder demnächst zu Funeral Doom-Jüngern werden.
Dieses Genre ist nicht annähernd so erfolgreich wie in der ersten Hälfte der 90er der (second Wave) Black Metal oder vorher Death Metal etc.
Selbst traditioneller Metal ist im Moment sicher erheblich erfolgreicher (auch ohne die ganz großen Bands des Genres) als Funeral Doom, der trotz aller Medienpräsenz eher ein Nischendasein führt.
Als ich letzt auf einem Esoteric Konzert in Hamburg war, waren vielleicht 150 Leute anwesend (viele von denen eventuell sogar in erster Linie wegen der "Lokalhelden" Ophis, die als Vorband gespielt haben und keinen Funeral Doom machen) und das Durchschnittsalter im Publikum dürfte vielleicht bei 25-30 gelegen haben. (und die Band gehört mit 5 Alben seit 1994 ja auch schon nicht zu den unbekanntesten (auch wenn man die nicht so eindeutig dem Funeral Doom zuordnen kann, da teilweise noch weitaus experimenteller).
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
Beiträge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Beitragvon Goatstorm » 22. September 2008, 13:23

<!--QuoteBegin-YYZ+--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (YYZ)</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteEBegin-->Aber es hat doch trotzdem die gleichen Grundgedanken - halt anders gedacht und interpretiert.[/quote]

Nein! Das ist das große Missverständnis und der zentrale Unterschied. Im Doom Metal geht's eben nicht darum, rumzuheulen, weinerlich über Selbstmord zu jammern, um Poesie, Rotwein, Weltschmerz, Kitsch... Es geht genau in die andere Richtung. Was glaubst Du denn, woher bei vielen Doom Bands die Faszination für Conan und Sword and Sorcery kommt? Weil sich Conan in seinem Kinderzimmer einsperrt und sich mit Kajal die Pulsadern nachzeichnet, weil er auf dem Pausenhof verprügelt worden ist? Nein, weil Conan rausgeht und in einer Welt die schlecht und korrupt ist, Ärsche tritt! Peter Vicar von Reverend Bizarre hat's mal auf den Punkt gebracht: Im Doom Metal geht es um Stärke, es geht darum, eben NICHT zu resignieren, nicht aufzugeben. Es geht um Bier, nicht um Rotwein. Es geht um Schwerter, Äxte und eine gute Zeit, nicht darum, sich mit Rasierklingen zu schnitzen, damit jeder sieht, wie schlecht man dran ist. Doom Metal ist grundlegend positiv.
Sblood, thou stinkard, I’ll learn ye how to gust … wolde ye swynke me thilke wys?
Benutzeravatar
Goatstorm
Poster der Woche
 
 
Beiträge: 7778
Registriert: 9. November 2005, 13:24
Wohnort: An den Feuern der Leyermark


Beitragvon rapanzel » 22. September 2008, 13:28

Ulle hat geschrieben: Von Sabbat das Debüt "History of a Time to Come" und das komplexere aber IMO kaum schwächere "Dreamweaver". Das dritte und letzte Album kannst Du Dir schenken. Du weißt aber schon, dass die nicht gerade epischen Doom spielen, gelle? :)

Von Solstice würde ich zum Einstieg "New Dark Age" empfehlen, wenn Dir die gefällt kaufst Du die anderen sowieso.

Zum Thema SABBAT muss ich Dir Widersprechen. "Mourning Has Broken" ist eine absolut klasse Scheibe, die aber mit den beiden Vorgängeralben nix am Hut hat. Wäre diese Platte damals unter einem Anderen Namen rausgekommen, die wäre abgefeiert worden ohneende. Ich finde Sie auch heute noch klasse.

Bei SOLSTICE ist NDA absolut die Beste Platte.
An obscene invention of twisted minds:

Bild
Benutzeravatar
rapanzel
Full Moon Fistbanger
 
 
Beiträge: 20917
Registriert: 9. April 2008, 11:07
Wohnort: Herborn


Beitragvon TexasInstruments » 22. September 2008, 13:30

Goatstorm hat geschrieben: <!--QuoteBegin-YYZ+--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (YYZ)</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteEBegin-->Aber es hat doch trotzdem die gleichen Grundgedanken - halt anders gedacht und interpretiert.


Nein! Das ist das große Missverständnis und der zentrale Unterschied. Im Doom Metal geht's eben nicht darum, rumzuheulen, weinerlich über Selbstmord zu jammern, um Poesie, Rotwein, Weltschmerz, Kitsch... Es geht genau in die andere Richtung. Was glaubst Du denn, woher bei vielen Doom Bands die Faszination für Conan und Sword and Sorcery kommt? Weil sich Conan in seinem Kinderzimmer einsperrt und sich mit Kajal die Pulsadern nachzeichnet, weil er auf dem Pausenhof verprügelt worden ist? Nein, weil Conan rausgeht und in einer Welt die schlecht und korrupt ist, Ärsche tritt! Peter Vicar von Reverend Bizarre hat's mal auf den Punkt gebracht: Im Doom Metal geht es um Stärke, es geht darum, eben NICHT zu resignieren, nicht aufzugeben. Es geht um Bier, nicht um Rotwein. Es geht um Schwerter, Äxte und eine gute Zeit, nicht darum, sich mit Rasierklingen zu schnitzen, damit jeder sieht, wie schlecht man dran ist. Doom Metal ist grundlegend positiv. [/quote]
Hm, das ist aber auch nur eine Strömung im Doom....und nicht mal eine sehr große, wie ich finde.
Bei CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, WHILE HEAVEN WEPT, ISOLE, SAINT VITUS, WARNING, DOOMSHINE, COUNT RAVEN und wie sie alle heißen mögen kann ich keinen besonders großen "Conan"- Einfluss feststellen.
Traditioneller Doom ist auch schon nicht selten weinerlich und resignierend, was ich für meinen Teil auch ganz ok finde.
Bild

"Gut ist der Schlaf, der Tod ist besser - freilich
Das beste wäre, nie geboren sein."
Benutzeravatar
TexasInstruments
JOHN ARCH
 
 
Beiträge: 4467
Registriert: 22. Juli 2007, 20:58


Beitragvon Hugin » 22. September 2008, 13:34

@ Goatstorm:

Seh ich auch so. Trotz all der negativen Themen im Doom Metal ist die psychologische Wirkung und die musikalische Grundaussage eher positiv. Wenn ich selbst ein Stück wie "Solitude" von Candlemass höre, dann ist es doch KRAFT und Trotz, was daraus spricht und nicht Zerfließen in Selbstmitleid.

Auch wenn ich einer derjenigen bin, die Funeral durchaus dem Doom zuordnen, seh ich in punkto Ausstrahlung schon einen gravierenden Unterschied der Szene zum klassischen Doom. Es ist weniger expressiv und kraftvoll, dafür selbstmitleidiger, zerbrechlicher, weinerlicher und eskapistischer als der klassische und der epische Doom.

Das hört man gerade auf der neuen Funeral SEHR deutlich. Wenn Forsmo singt, dann klingt das nach Depressionen und Resignation, wenn Lowe singt, dann klingt es zwar nach Traurigkeit aber auch nach Trotz und Kampfeswillen. Für mich hat beides seinen Reiz, aber die Grundausstrahlung ist schon grundlegend verschieden.
"It takes a thousand fans from any other band to make one Manowarrior!"
- Sir Dr. Joey DeMaio, 2012

Primitivsoundkunst: http://www.morbid-alcoholica.com/

2016 A.Y.P.S. = 0 A.R.C.U.
Benutzeravatar
Hugin
Leather Lucifer
 
 
Beiträge: 8241
Registriert: 8. November 2004, 01:27
Wohnort: Svabia Patria Aeterna


Beitragvon Acrylator » 22. September 2008, 13:36

Goatstorm hat geschrieben:
Es mag ja richtig sein dass die Funeral Doom Szene nichts mit der ursprünglichen Doom Metal Szene zu tun hat und nicht aus ihr heraus entstanden ist, aber dass es in der Musik keine Parallelen gäbe, kann man nun wirklich nicht sagen.
Es gab auch beim traditionellen Doom schon teilweise ähnliche Riffs und (zumindest beim Epic Doom) auch mal melancholische Gitarrenmelodien und sogar Keyboards.


Das würde für jede andere Teilszene im Heavy Metal auch gelten. Heißt das jetzt, das Funeral Doom eigentlich Thrash Metal ist? Auch wenn Funeral und Doom vielleicht beide langsam sind, ändert das nichts daran, dass die Bezeichnung Funeral Doom nur ein künstlicher Verkaufsslogan ist, der nichts mit der Realität zu tun hat.

Na ja, du willst ja wohl nich behaupten dass es zwischen Funeral Doom und Thrash Metal genauso viele Übereinstimmungen gibt wie zwischen Funeral Doom und traditionellem Doom.

Goatstorm hat geschrieben:
Dass Funeral Doom der neueste Hype ist, kann man ja eigentlich auch nicht sagen.


HALLO?! Feature-Story über Funeral Doom im Metal Hammer?! Funeral Doom-Bands auf Semi-Major-Labels? Ganzseitige Anzeigen für Funeral Doom Bands in Mainstream-Magazinen? Kein Hype?!



Hast du meinen Beitrag nicht ganz gelesen? Ich habe nicht behauptet dass es gar keinen Funeral Doom Hype gibt.
Aber ist natürlich schön, einen Satz einfach aus dem Zusammenhang zu reißen und sich dann drüber aufzuregen...

Und der kleine, zweiseitige Metal Hammer Bericht über Funeral Doom macht das Genre jetzt auch nicht zum Kassenschlager.
Selbst die erfolgreichsten Bands aus dem Bereich werden nicht halb so viel verkaufen wie z.B. während des Black Metal Hypes die Bands der zweiten Liga (aus kommerzieller Hinsicht) in dem Bereich.
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
Beiträge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Beitragvon Acrylator » 22. September 2008, 13:40

Goatstorm hat geschrieben: <!--QuoteBegin-YYZ+--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (YYZ)</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteEBegin-->Aber es hat doch trotzdem die gleichen Grundgedanken - halt anders gedacht und interpretiert.


Nein! Das ist das große Missverständnis und der zentrale Unterschied. Im Doom Metal geht's eben nicht darum, rumzuheulen, weinerlich über Selbstmord zu jammern, um Poesie, Rotwein, Weltschmerz, Kitsch... Es geht genau in die andere Richtung. Was glaubst Du denn, woher bei vielen Doom Bands die Faszination für Conan und Sword and Sorcery kommt? Weil sich Conan in seinem Kinderzimmer einsperrt und sich mit Kajal die Pulsadern nachzeichnet, weil er auf dem Pausenhof verprügelt worden ist? Nein, weil Conan rausgeht und in einer Welt die schlecht und korrupt ist, Ärsche tritt! Peter Vicar von Reverend Bizarre hat's mal auf den Punkt gebracht: Im Doom Metal geht es um Stärke, es geht darum, eben NICHT zu resignieren, nicht aufzugeben. Es geht um Bier, nicht um Rotwein. Es geht um Schwerter, Äxte und eine gute Zeit, nicht darum, sich mit Rasierklingen zu schnitzen, damit jeder sieht, wie schlecht man dran ist. Doom Metal ist grundlegend positiv. [/quote]
Dann ist z.B. "Solitude" von Candlemass also auch kein Doom?
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
Beiträge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Beitragvon Goatstorm » 22. September 2008, 13:43

TexasInstruments hat geschrieben:
Goatstorm hat geschrieben: <!--QuoteBegin-YYZ+--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (YYZ)</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteEBegin-->Aber es hat doch trotzdem die gleichen Grundgedanken - halt anders gedacht und interpretiert.


Nein! Das ist das große Missverständnis und der zentrale Unterschied. Im Doom Metal geht's eben nicht darum, rumzuheulen, weinerlich über Selbstmord zu jammern, um Poesie, Rotwein, Weltschmerz, Kitsch... Es geht genau in die andere Richtung. Was glaubst Du denn, woher bei vielen Doom Bands die Faszination für Conan und Sword and Sorcery kommt? Weil sich Conan in seinem Kinderzimmer einsperrt und sich mit Kajal die Pulsadern nachzeichnet, weil er auf dem Pausenhof verprügelt worden ist? Nein, weil Conan rausgeht und in einer Welt die schlecht und korrupt ist, Ärsche tritt! Peter Vicar von Reverend Bizarre hat's mal auf den Punkt gebracht: Im Doom Metal geht es um Stärke, es geht darum, eben NICHT zu resignieren, nicht aufzugeben. Es geht um Bier, nicht um Rotwein. Es geht um Schwerter, Äxte und eine gute Zeit, nicht darum, sich mit Rasierklingen zu schnitzen, damit jeder sieht, wie schlecht man dran ist. Doom Metal ist grundlegend positiv.

Hm, das ist aber auch nur eine Strömung im Doom....und nicht mal eine sehr große, wie ich finde.
Bei CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, WHILE HEAVEN WEPT, ISOLE, SAINT VITUS, WARNING, DOOMSHINE, COUNT RAVEN und wie sie alle heißen mögen kann ich keinen besonders großen "Conan"- Einfluss feststellen.
Traditioneller Doom ist auch schon nicht selten weinerlich und resignierend, was ich für meinen Teil auch ganz ok finde. [/quote]
Absolut richtig. Aber genau wie Hugin auch schreibt, ist bei all diesen Bands trotz aller Traurigkeit die Message positiv. Gerade Candlemass sind doch das beste Beispiel dafür. "Samarithan" - tränenrührend, aber trotzdem unheimlich erhaben und eben mit eindeutig positiver Message, rauszugehen und was zu verändern. Oder "At the Gallow's End"... ich meine, da geht's drum, dass der Protagonist aufgeknüpft wird, aber trotzdem keine Spur von Weinerlichkeit und Kitsch, sondern auch wieder Erhabenheit und eine positive Grundstimmung.
Genauso bei Warning oder While Heaven Wept. Ich kenn kaum Bands, die emotionaler und wenn man es so nennen will "trauriger" sind, aber trotzdem eine durch und durch warme und positive Grundstimmung verströmen. Wobei While Heaven Wept schon ziemlich nah am Wasser gebaut sind, das stimmt. Kann ich mir auch nicht immer geben.
Sblood, thou stinkard, I’ll learn ye how to gust … wolde ye swynke me thilke wys?
Benutzeravatar
Goatstorm
Poster der Woche
 
 
Beiträge: 7778
Registriert: 9. November 2005, 13:24
Wohnort: An den Feuern der Leyermark


Beitragvon TexasInstruments » 22. September 2008, 13:48

In Sachen Message gebe ich Dir auf jeden Fall durchaus recht.
Wüßte nicht wieso mich Doom gerade in meinen schlechtesten Momenten sonst besonders aufbauen würde / könnte.
WHILE HEAVEN WEPT, nun ja, ich finde gerade "Thus With A Kiss I Die" in seiner resignierenden Weinerlichkeit weltklasse. Liegt vielleicht auch daran dass ich mich zum Zeitpunkt des ersten Hörens ganz gut mit dem Inhalt identifizieren konnte und quasi sehr ähnliche Empfindungen hatte.
Bild

"Gut ist der Schlaf, der Tod ist besser - freilich
Das beste wäre, nie geboren sein."
Benutzeravatar
TexasInstruments
JOHN ARCH
 
 
Beiträge: 4467
Registriert: 22. Juli 2007, 20:58


Beitragvon Acrylator » 22. September 2008, 13:53

Hugin hat geschrieben: @ Goatstorm:

Seh ich auch so. Trotz all der negativen Themen im Doom Metal ist die psychologische Wirkung und die musikalische Grundaussage eher positiv. Wenn ich selbst ein Stück wie "Solitude" von Candlemass höre, dann ist es doch KRAFT und Trotz, was daraus spricht und nicht Zerfließen in Selbstmitleid.


Also rein vom Text her kann man das doch schon fast als Blaupause für Funeral Doom oder auch die Texte von My Dying Bride nehmen, das drückt pure Verzweiflung aus! (und die Musik klingt auch ziemlich nach Depression und Verzweiflung, wenn auch mit einer Prise Aggressivität ausgestattet und nicht ganz so Hoffnungslos wie Funeral Doom)
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
Beiträge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


Beitragvon Goatstorm » 22. September 2008, 13:54

Acrylator hat geschrieben: My Dying Bride

Genau, die haben noch gefehlt! Praktisch die Großmeister und Ahnherren von allem, was heute unter Doom läuft.
Jetzt noch Anathema und Paradise Lost, dann hätten wir's wieder. :lol:
Sblood, thou stinkard, I’ll learn ye how to gust … wolde ye swynke me thilke wys?
Benutzeravatar
Goatstorm
Poster der Woche
 
 
Beiträge: 7778
Registriert: 9. November 2005, 13:24
Wohnort: An den Feuern der Leyermark


Beitragvon Acrylator » 22. September 2008, 13:57

TexasInstruments hat geschrieben: In Sachen Message gebe ich Dir auf jeden Fall durchaus recht.
Wüßte nicht wieso mich Doom gerade in meinen schlechtesten Momenten sonst besonders aufbauen würde / könnte.
WHILE HEAVEN WEPT, nun ja, ich finde gerade "Thus With A Kiss I Die" in seiner resignierenden Weinerlichkeit weltklasse. Liegt vielleicht auch daran dass ich mich zum Zeitpunkt des ersten Hörens ganz gut mit dem Inhalt identifizieren konnte und quasi sehr ähnliche Empfindungen hatte.

Ich weiß sowieso nicht, was grundsätzlich an verzweifelt klingender (und von Verzweiflung handelnder) Musik schlecht sein soll - Musik ist ein Ausdruck von Gefühlen und jeder hat doch schon mal alle möglichen Gefühle erlebt (und war auch schon mal zumindest für eine gewisse Zeit verzweifelt oder hoffnungslos). Wenn sich nun Bands von ihrem Konzept und der Grundstimmung her mehr oder weniger auf ein Gefühl beschränken, sehe ich darin wirklich nichts schlimmes, das kann für atmosphärische Dichte sorgen.
Das muss ja nicht bedeuten dass diejenigen die diese Musik machen oder hören ständig an Selbstmord denken.
Benutzeravatar
Acrylator
Sacred Metal-Legende
 
 
Beiträge: 13247
Registriert: 16. Januar 2008, 20:14


VorherigeNächste

Zurück zu Heavy Metal Universe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 37 Gäste