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Saxon : The Inner Sanctum

Ein neues Saxon-Album - da blättert der Rezensent schon mal gerne im "Großen Buch der Review-Klischees"....hmmmm, "je oller, je doller"...blätter..."wird wie ein guter Wein mit dem Alter immer besser"...ach verflucht - an dieser Stelle fliegt der Wälzer mit großem Rumms gen Mülleimer! Denn großes Gelaber ist nun wirklich nicht vonnöten, um der Zielgruppe zu versichern, daß Biffs Buben auch diesmal nix anbrennen haben lassen.

Der Mikromeister himself ordnet seinen neuesten Rundling irgendwo zwischen den Alben "Metalhead" und Lionheart" mit einem Touch von "Solid Ball Of Rock" ein, und im Gegensatz zu manch anderem Marktschreier und deren eher bizarren Vergleichen ist Biff eine ehrliche Seele und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Von "Lionheart" hat der Fünfer in erster Linie die knallharte, metallische Linie übernommen, so daß Tempo-Granaten wie "Need For Speed" (nomen est omen!) oder "Let Me Feel Your Power" zu den deftigsten Einträgen in das sächsische Repertoire gehören; und auch dem etwas längeren, komplexeren "Atila The Hun" mangelt es nicht an der nötigen Power.

Weniger das seinerzeit auch eher gespalten aufgenommene, modernere Riffing erinnert an die "Metalhead"-Scheibe, sondern eher die düstere Grundstimmung eines Songs wie dem erstaunlich zurückhaltenden Opener "State of Grace" oder dem getragenen "Red Star Falling", das für mächtig Gänsehaut sorgt und sich durchaus anschickt, die Nachfolge eines "The Eagle Has Landed" antreten zu können.

Komplettiert wird die Scheibe durch ein paar simplere Rocker, die wohl auch und gerade dank der Rückkehr des langjährigen Drummer Nigel hinter die Schießbude in der Tat den Groove und das Feeling seliger "Solid Ball of Rock"-Tage wieder aufleben lassen. Das programmatisch betitelte "I've Got To Rock (To Stay Alive)" ist ebenso wie "Going Nowhere Fast" ein Hit allererster Kajüte, "Ashes To Ashes" hingegen eher unspektakulär und die erste Single "If I Was You" schielt 'n bißchen arg nach den Charts, zählt dafür aber auch zu den schwächeren Beiträgen dieser Art.

"The Inner Sanctum" mag vielleicht nicht Saxons bestes Album ever sein, ist aber nichtsdestotrotz eine der sichersten Investitionen, die man als Metalhead dieses Jahr tätigen kann. Wie immer also...

(c)2007, Ernst Zeisberger